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Wilfried Bütow
Kennst du Heinrich Heine?

Kunstfertig in vielen Genres, geht Heine souverän mit den Spielarten des Komischen um, erweist sich als ein Meister der Ironie und der Satire und weiß geistreich und witzig zu polemisieren.
Doch hatte er nicht nur Freunde. Erfahre mehr vom aufreibenden Leben Heines, wie er aus Deutschland fliehen musste, in Paris die Revolution von 1830 erlebte und den großen Goethe zu piesacken versuchte.


 

Prof. Dr. Kurt Biedenkopf

Prof. Dr. Kurt Biedenkopf

Florian Russi

Für die CDU kam er gerade zur rechten Zeit. Im Jahr 1973 wurde er deren Generalsekretär und sehr schnell zog er das Interesse der Öffentlichkeit auf sich. Bis zu seinem Amtsantritt waren es die Sozialdemokraten, welche die Themen der politischen Diskussion bestimmten („Mehr Demokratie wagen", „Wandel durch Annäherung" u. a.). Mit Biedenkopf änderte sich das. Nun beherrschten Themen wie die „Neue soziale Frage" die öffentliche Diskussion. Der am 28. Januar 1930 in Ludwigshafen geborene spätere Professor für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften verstand es, Wirkungen zu erzeugen, ohne populistisch zu sein. Ich habe ihn in einer Diskussion mit Schülervertretern erlebt. Junge Wähler wurden damals sehr umworben, doch Biedenkopf biederte sich nicht an, bezog klar seine Position und machte mit gezielten Gegenfragen deutlich, dass die Forderungen und Argumente der jungen Leute nicht immer durchdacht waren.
Als Generalsekretär möbelte er seine Partei auf. Unter seiner Ägide stieg deren Mitgliederzahl von etwa 550.000 auf fast 700.000. Nach der Wende nahm er 1990 eine Gastprofessur an der Leipziger Universität an und brachte sich im neu gegründeten Freistaat Sachsen als Kandidat für den Ministerpräsidenten ins Gespräch. Dabei wies er u. a. darauf hin, dass sein Vater ein gebürtiger Chemnitzer war. Unter seiner Führung errang die CDU bei der folgenden Landtagswahl mit 53,8 % die absolute Mehrheit der Stimmen. Biedenkopf wurde sächsischer Ministerpräsident und blieb er bis zum Jahr 2002.

Sachsenfürst August der Starke (1670 - 1733) war 1697 katholisch geworden, um in Polen zum König gewählt werden zu können und damit den begehrten Herrschertitel zu erlangen. Biedenkopf bekam den Titel unmittelbar von der sächsischen Bevölkerung verliehen. Als „König Kurt" erlangte er eine hohe Popularität. Bei den folgenden Landtagswahlen wurde „Biko", wie er auch genannt wurde, zweimal mit absoluter Stimmenmehrheit bestätigt. Zwölf Jahre lang hat er sein Land erfolgreich regiert. Unter seiner Führung erreichte es eine Spitzenposition in Wirtschaft und Bildung.

Er hat Sachsen gut aufgestellt. Trotz Erblasten, Strukturproblemen und Wirtschaftskrise lesen sich die Prognosen für die Entwicklung des Freistaates durchaus ermutigend.

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Bild: Kurt Biedenkopf bei einer Rede im Bundesverwaltungsgericht Leipzig, Wikipedia, selbst fotografiert, MOdmate.