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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Der Wolf in der Dübener Heide

Der Wolf in der Dübener Heide

Kulturlandschaft Dübener Heide

Der Naturraum der Dübener Heide entstand nach der Eiszeit. Seit der Bronzezeit siedelten sich hier Menschen an, welche die Landschaft über Jahrhunderte genutzt und gestaltet haben - durch Brandrodungen, Ackerbau, Waldnutzung, Siedlungsgründungen, Straßenbau, Bergbau oder Kurbetrieb. So schuf der Mensch letztendlich die Kulturlandschaft, wie sie für die Dübener Heide charakteristisch ist. Ausgedehnte Waldgebiete und Ackerflächen wechseln sich heute mit unberührten Mooren, wilden Heidebächen und Seen des ehemaligen Bergbaus ab.

Artenreichtum

Kraniche in der Dübener Heide. Foto: Dr. Bernd Winter und Christian Winter.
Kraniche in der Dübener Heide. Foto: Dr. Bernd Winter und Christian Winter.

Diese Landschaften bieten dem Biber, guten Rotwildbeständen, vielen seltenen Fledermausarten, dem Fischotter sowie seltenen Vogelarten wie Seeadler, Fischadler, Schwarzstorch oder Kranich und vielen anderen heimischen Wildtieren einen Lebensraum. Der Mensch ist Teil der Natur. In der Dübener Heide leben etwa 55.000 Menschen, die eng mit ihrer Heimat verbunden sind. Gemeinsam setzen sie sich für die Sicherung und Verbesserung der ökologischen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen ein. Der Mensch ist Teil der Natur - und dazu befähigt, seinen Lebensraum nachhaltig zu schützen und zu nutzen. Wiederentstandene Wildnis hat im Heimatraum Naturpark ebenso ihren Platz wie die Nutzung der Landschaft durch Tourismus, Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft.

Wirbeltierartenmanagement

Mit dem Naturpark-Verein Dübener Heide e. V. gibt es einen Interessenvertreter der Menschen in der Dübener Heide. Dieser hat die Aufgabe, die standortgerechte Nutzung von Naturressourcen zu gewährleisten sowie die entwicklungsbezogene Landschaftspflege und die natürliche Entwicklung von Ökosystemen zu fördern, um so die Grundlagen für eine nachhaltige und ressourcenschonende Regionalentwicklung zum Wohle der Menschen in der Dübener Heide zu schaffen und zu verbessern. Das Artenmanagement ist Teil dieses Naturparkmanagements. Es setzt im regionalen Raum unmittelbar an der Schnittstelle zwischen Artenschutz und Landnutzung an.

Wiedereinwanderer Wolf

Der Wolf. Foto: Janine Meißner.
Der Wolf. Foto: Janine Meißner.

Eines besonderen Augenmerks bedarf in dieser Betrachtung der Wolf als ein Wiedereinwanderer: Wie viele männliche Vornamen lauten auf „Wolfgang", „Wolfram" oder gar „Wulf"? Der Wolf ist ein Wildtier, auf das wir sehr emotional reagieren. In der Dübener Heide weisen Landmarken wie der „Wolfsgrubenberg" oder die „Wolfskeiten" noch heute auf den hier einst heimischen Wolf hin. Denkt man an das Nahrungsangebot und die ungestörten Rückzugsmöglichkeiten, so stellt die Dübener Heide faktisch auch einen attraktiven Wolfslebensraum dar. Eine Wiedereinwanderung des Wolfes in die Dübener Heide wird eine Herausforderung bedeuten und stellt die Menschen in der Dübener Heide ohne Zweifel vor eine große Aufgabe. Wirtschaftliche Auswirkungen und Risiken können hinsichtlich der Beziehungen zur Nutztierhaltung bestehen. Vor allem Schafe müssen durch geeignete Maßnahmen vor Übergriffen durch den Wolf geschützt werden. Unsicherheiten im Umgang mit dem Wolf bestehen auch in anderen Bereichen. Zum Beispiel gibt es offene Fragen zu den Auswirkungen auf den Tourismus, die Jagd oder den allgemeinen Umgang mit dem Wolf. Die regionale Wirbeltierarten-Kontaktstelle begleitet den Prozess der Wiedereinwanderung und fungiert als Ansprechpartner für Fragen rund um den Wolf innerhalb des Naturparks Dübener Heide.

Dieser Artikel ist die autorisierte Fassung der Mitarbeiter des Naturparks Dübener Heide.Weitere Informationen können Sie erhalten:

Naturpark - Verein Dübener Heide e. V.

NaturparkHaus

Neuhofstraße 3a

04849 Bad Düben

Tel. 034243 72993 - Fax: 034243 342009

info@naturpark-duebener-heide.com.