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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Eilenburg – Ilburg – Eulenburg und die Heinzelmännchen

Eilenburg – Ilburg – Eulenburg und die Heinzelmännchen

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

„Wir singen und sagen vom Grafen so gern, der hier in dem Schlosse gehauset...“

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe hatte wohl in seiner Zeit als Student in Leipzig die alte Sage „Des kleinen Volkes Hochzeitsfest“ kennen gelernt, die in Eilenburg, dort auf dem Burgberg spielte und von einem Volk von Heinzelmännchen handelt. Er fand sie wert, eine Ballade mit dem Titel „Hochzeitslied“ zu diesem Thema zu schreiben.
Lese Sie dazu weiter: http://www.sachsen-lese.de/index.php?article_id=62...

Richard Graf zu Eulenburg (li) und Uwe Rothe als Herr von Ilburg (re)
Richard Graf zu Eulenburg (li) und Uwe Rothe als Herr von Ilburg (re)

Das Zitat von Goethe war dann auch das Motto des wissenschaftlichen Kolloquiums am 20. Mai 2017, das anlässlich der Eröffnung der Sonderausstellung „Eilenburg - Ilburg - Eulenburg und die Heinzelmännchen“ im Bürgerhaus Eilenburg stattfand. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Eilenburg und des Familienverbandes der Grafen zu Eulenburg, die in Vielzahl angereist waren. Die gemeinsame Geschichte von Eilenburg und der Herren zu Ilburg, der heutigen Grafen zu Eulenburg begann vor rund 850 Jahren. Zwei mächtige und berühmte Markgrafen standen am Anfang und Ende des gemeinsamen Weges, auf die Richard Graf zu Eulenburg, der heutige Chef des Hauses zu Eulenburg, in seinem Grußwort zu Beginn des Kolloquiums Bezug nahm.

Andreas Flegel schenkt als Dank die Heinzelmännchen-Kostüme
Andreas Flegel schenkt als Dank die Heinzelmännchen-Kostüme

Das Programm hatten aber angemessen die richtigen „Heinzelmännchen“ aus dem Eilenburger Kindergarten eröffnet, die als Dank für ihren Beitrag zünftige Heinzelmännchen-Kostüme geschenkt bekamen.

Das Kolloquium arbeitete Themen zur Literatur, Geschichte und Kunst auf. Museumsleiter Andreas Flegel, der Spiritus Rector aller Veranstaltungen, hielt einen bemerkenswert soliden Vortrag über die „ Eilenburger Heinzelmännchen in Kunst und Literatur“.

Siegwart Graf von Eulenburg-Hertefeld (re) und Andreas Flegel (li)
Siegwart Graf von Eulenburg-Hertefeld (re) und Andreas Flegel (li)

Flegel hatte aber den besten Beitrag wohl überlegt als Schluss- und Höhepunkt plaziert: Über „Die geteilten Häuser – 1800 bis in die Gegenwart“ referierte eloquent Siegwart Graf zu Eulenburg und Hertefeld. Er beeindruckte mit exakten historischen Kenntnissen, die er mit Empathie und Engagement für seine Vorfahren vortrug. Heikle historische Ereignisse in der Familiengeschichte stellte er mit diplomatischen Fingerspitzengefühl vor.

Danach versteigerte der Kunstauktionator Michael Ulbricht Werke berühmter Künstler wie Max Klinger, Wolfgang Mattheuer, Werner Tübke, Marc Chagall, Andy Warhol und Joseph Beuys. Zirka 20 Bilder wechselten in dieser Benefiz-Kunstauktion den Besitzer. Ein gutes Ergebnis für die Kreisstadt Eilenburg.

Im Dachgeschoss des Museums fand am späten Tag die Eröffnung der Sonderausstellung statt. Auch hier konnte sich Andreas Flegel über die große Zahl der Besucher freuen, die gemeinsam mit „ihrer“ Grafenfamilie die Museumsnacht feierte.

Der Museumsleiter dankte dem Familienverband der Grafen zu Eulenburg abschließend für die tolle Unterstützung. Er erinnerte dabei an die große Hilfe der Grafenfamilie beim Hochwasser 2002, deren Spenden den musealen Verlust minderten.


Der Besuch der Sonderausstellung lohnt sich. Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.kulturunternehmung.de/museum.php