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Jürgen Jankofsky
Dezember-Crash
Eine Geschichte

Eine spannende Alltagsgeschichte

»Dezember-Crash« setzt die »Anna«-Reihe Jürgen Jankofskys, die internationale Aufmerksamkeit erlangte, mit veränderten Mitteln fort. Das Buch bildet zugleich den Abschluss einer über einen größeren Zeitraum entstandenen Jugendbuch-Trilogie, zu der noch »Ein Montag im Oktober« (1984) und »Novembertau« (1999) gehören – beide Bände werden ebenfalls in Kürze wiederaufgelegt. Um Toleranz und Gerechtigkeit geht es und wie man es in Angriff nimmt, sich auf die Suche nach Verbündeten macht und es womöglich sogar schafft, dass die Welt eine bessere wird.

Museum für Naturkunde Chemnitz

Museum für Naturkunde Chemnitz

Henner Kotte

Es steht der Wald und schweiget

1737: In Hilbersdorf stieß man auf Kiesel, die als Stamm verschmolzen. Chemnitz’ Bürgermeister Georgius Agricola bezeichnete solche Art Funde als fossil – das aus dem Boden Gegrabene. Edelsteininspektor David Frenzel ließ 1751 solche Stämme samt der Wurzeln bergen, dokumentierte und schleifte schließlich Schmuck aus diesem Holz. Dresdens Schatzkammer präsentiert ihn stolz. Durch Haus- und Straßenbau entdeckte man immer mehr Steinernen Wald. Unternehmer Max Güldner übereignete viele dieser Bäume dem König-­Albert-Museum, dort standen sie als Chemnitzer Wahrzeichen. Der Berliner Baurat August Orth, „der bei der baulichen Erschließung des anliegenden Geländes die klassische Fundstätte eines versteinerten Waldes aus der Zeit des Rotliegenden weiter aufschloss“, ließ die Natur­wissenschaftliche Gesellschaft Chemnitz untersuchen.

Auf 291 Millionen Jahre schätzt den Wald die Wissenschaft. „Beim Ausbruch des nahgelegenen Zeisigwald-Vulkans wurden die Bäume durch die Druckwelle der Eruption umgeknickt, entwurzelt und entästet und mit heißen vulkanischem Auswurfmaterial bedeckt. Das Eindringen von Kieselsäure konservierte die Zellstruktur der Pflanzen bis in kleinste Detail und sorgte für die Versteinerung.“ Chemnitz gilt weltweit als „eine der ältesten, floristisch vielfältigsten und damit bedeutendsten Fundstellen versteinerter Hölzer“. Der nunmehr vierte Standort dieses Steinernen Waldes ist das Naturkundemuseum im Kaufhaus Tietz. Der Entdeckungen kein Ende: 2009 „fanden Forscher das Skelett eines etwa 30 Zentimeter großen Ur-Sauriers“.

Adresse und Kontakt

1. Etage im Kaufhaus TIETZ

Moritzstraße 20

09111 Chemnitz

Tel.: 0371 / 4884551

https://www.naturkundemuseum-chemnitz.de/



*****

Textquelle

Kotte, Henner: Chemnitz: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.


Bildquelle

Vorschaubild: Versteinerter Wald Chemnitz, 2009, Urheber: User:Sgeureka via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0.

Petrified-Forest-Chemnitz, 2006, Urheber: Kolossos via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

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