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Bernhard Koch/Thomas Paal

Bamberg bildschön
Mit einem Text von Maike Schulte
Bildband

Die alte Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg, das urbane wie kulturelle Zentrum Oberfrankens, liegt idyllisch in der Senke der Regnitz und ist, wie der Begleittext zu diesem Band verdeutlicht, gleichsam ganz vital, ganz heutig. Namen wie »Berggebiet«, »Inselstadt« und »Wunderburg« machen allein schon neugierig auf die Stadt, in der sich Tradition und Gegenwart, historisches Welterbe, Natur, Kunst, Bildung und Lebensart treffen – deren Geschichten die Fotografien dieses Buches erzählen.

Museum für Naturkunde Chemnitz

Museum für Naturkunde Chemnitz

Henner Kotte

Es steht der Wald und schweiget

1737: In Hilbersdorf stieß man auf Kiesel, die als Stamm verschmolzen. Chemnitz’ Bürgermeister Georgius Agricola bezeichnete solche Art Funde als fossil – das aus dem Boden Gegrabene. Edelsteininspektor David Frenzel ließ 1751 solche Stämme samt der Wurzeln bergen, dokumentierte und schleifte schließlich Schmuck aus diesem Holz. Dresdens Schatzkammer präsentiert ihn stolz. Durch Haus- und Straßenbau entdeckte man immer mehr Steinernen Wald. Unternehmer Max Güldner übereignete viele dieser Bäume dem König-­Albert-Museum, dort standen sie als Chemnitzer Wahrzeichen. Der Berliner Baurat August Orth, „der bei der baulichen Erschließung des anliegenden Geländes die klassische Fundstätte eines versteinerten Waldes aus der Zeit des Rotliegenden weiter aufschloss“, ließ die Natur­wissenschaftliche Gesellschaft Chemnitz untersuchen.

Auf 291 Millionen Jahre schätzt den Wald die Wissenschaft. „Beim Ausbruch des nahgelegenen Zeisigwald-Vulkans wurden die Bäume durch die Druckwelle der Eruption umgeknickt, entwurzelt und entästet und mit heißen vulkanischem Auswurfmaterial bedeckt. Das Eindringen von Kieselsäure konservierte die Zellstruktur der Pflanzen bis in kleinste Detail und sorgte für die Versteinerung.“ Chemnitz gilt weltweit als „eine der ältesten, floristisch vielfältigsten und damit bedeutendsten Fundstellen versteinerter Hölzer“. Der nunmehr vierte Standort dieses Steinernen Waldes ist das Naturkundemuseum im Kaufhaus Tietz. Der Entdeckungen kein Ende: 2009 „fanden Forscher das Skelett eines etwa 30 Zentimeter großen Ur-Sauriers“.

Adresse und Kontakt

1. Etage im Kaufhaus TIETZ

Moritzstraße 20

09111 Chemnitz

Tel.: 0371 / 4884551

https://www.naturkundemuseum-chemnitz.de/



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Textquelle

Kotte, Henner: Chemnitz: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.


Bildquelle

Vorschaubild: Versteinerter Wald Chemnitz, 2009, Urheber: User:Sgeureka via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0.

Petrified-Forest-Chemnitz, 2006, Urheber: Kolossos via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

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