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Heinz Schmerschneider

Hysterie
Roman

Camilo Gonzalez ist Laborleiter eines virologischen Institutes in Mexico City. Als er seinem Freund Carlos Moreno, Redakteur eines Boulevardblattes, von einem aktuellen Laborbefund berichtet, wittert dieser eine Sensation und bringt die Meldung über die Auffindung eines neuartigen Schweinegrippen-Virus auf die Titelseite – ohne das Wissen der Institutsleitung und der zuständigen Ministerien. Schon bald nehmen die Ereignisse ihren kaum noch steuerbaren Verlauf.

Gonzales wird schließlich als Experte von der WHO nach Genf berufen. Nach einiger Zeit holt er seine heimlich geliebte Mitarbeiterin Andrea García nach. Kann er seine deutlich jüngere Kollegin für sich gewinnen? Und wird es gelingen, die Pandemie unter Kontrolle zu bekommen?
Schmerschneider gelingt mit seinem neuen Roman die fesselnde Chronik einer künstlich erzeugten Hysterie.

Schmidt-Rottluff-Mühle

Schmidt-Rottluff-Mühle

Henner Kotte

Im Namen die Stadt

Rottluff findet als Waldhufendorf erstmals 1375 Erwähnung. Als Stadtteil gemeindete ihn Chemnitz 1929 ein. Doch bekannter als diese geografische Existenz ist der Name eines Künstlers: Karl Schmidt-Rottluff. Der Müllersohn wurde 1884 hier geboren und studierte an Dresdens TU Architektur. Das gab er zugunsten seiner Malkunst auf. Mit Freunden gründete er 1905 die Brücke und fügt zum Familiennamen Schmidt den seines Geburtsorts Rottluff. „Mit seinen Kollegen Kirchner, Heckel, Nolde und Pechstein entwickelte er eine Ausdrucksweise, die radikal mit allen bis dahin gängigen Regeln brach. Unvermischte, extrem bunt wirkende Farben und eine immer stärker vereinfachte Formensprache sind kennzeichnend für Schmidt-Rottluffs Expressionismus.“

Zunächst übte die Farbensprache van Goghs starken Einfluss auf ihn aus, später die Kunst Afrikas. „Nach 1918 lässt Schmidt-Rottluff seinen expressiven Stil in großformatigen Bildern kulminieren. In den 30er Jahren findet er zu einer neuen realistischen Form.“ Die Nazis säubern die Museen von seinen Werken: Schmidt-Rottluff gilt ihnen als undeutsch entartet. Am 20. März 1939 werden einige seiner Bilder öffentlich verbrannt. Er malt in der inneren Emigration Werke verklausolierter Inhaltlichkeit. Schmidt-Rottluff stirbt in West-Berlin 1976. 2011 erlangt die Schmidt-Rottluff-Mühle durch ihre „symmetrisch gegliederte, mittenbetonte Fassade und Dekor in Neorenaissanceformen“ als Architekturdenkmal Mittel aus dem Konjunkturpaket II. Die Städtischen Kunstsammlungen besitzen 278 Werke des Künstlers.

Adresse

Limbacher Straße 380

09226 Chemnitz

*****

Textquelle

Kotte, Henner: Chemnitz: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.


Bildquelle

Vorschaubild: Mühle, Limbacher Straße 380, 2013, Urheber: Hedwig Storch via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

Wohnhaus von Karl Schmidt-Rottluff in Chemnitz (Rottluff), Straßenfront, 2011, Urheber: Botulph via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

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