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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Sächsischer Butterzopf

Sächsischer Butterzopf

Hier ist der Hefezopf fünffach geflochten und gerade auf das Backblech aufgelegt.

Bild: Wikipedia - gemeinfrei.

Ein altes Rezept aus Großmutters handgeschriebenem Kochbuch, leicht adaptiert:

 

30 g Hefe                                   1 Esslöffel Rum

250 g Butter                               1/4 l Milch

60 g Zucker                                Ei zum Bestreichen

500 g Mehl                                 Evtl. Rosinen

1 gute Prise Salz                       45 g süße gehackte Mandeln

8 bittere geriebene Mandeln      Hagelzucker zum Bestreuen

1 Pck.  Vanillezucker

Zum Kneten etwas Mehl.

Zunächst wird das „Hefestück" angesetzt: Das Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Vertiefung machen. Dort hinein gibt man die mit 1/8 l lauwarmer Milch, 1 Messerspitze Zucker und etwas Mehl verrührte Hefe. Es ensteht ein lockeres Hefestück, das leicht mit Mehl bestäubt wird.

Die Schüssel mit einem Küchentuch abdecken und warm (nicht heiß!) stellen. Ist das „Hefestück" gegangen, wird der Hauptteig hergestellt.

Die Butter glatt rühren, das Mehl, Salz, das „Hefestück", die bitteren Mandeln, Zucker und Rum dazu geben. Wer will, kann nach Belieben auch Rosinen untermischen. Unter Rühren soviel Milch hinzu geben, dass ein ziemlich fester Teig entsteht. Den Teig solange kneten, bis er glatt wird. Der Teig wird ein zweites Mal abgedeckt und zum Aufgehen warm gestellt, bis 2 Stunden.

Auf einem bemehlten Holzbrett wird der Teig mit etwas Mehl nochmal verknetet, dann in 3 Teile geteilt. Jedes Teil wird daumendick ausgerollt, an den Enden spitz auslaufend. Die drei Rollen werden zu einem Zopf geflochten und dann zu einem Kranz zusammen gelegt. Dieser wird auf ein vorbereitetes Backblech plaziert und mit Ei bestrichen. Die süßen Mandeln werden aufgestreut. Der Kranz darf noch einmal aufgehen., mindestens 20 Minuten. Dann ist er mit geschmolzener Butter reichlich zu bestreichen und mit Hagelzucker dick zu bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei     180 ° C (Ober/Unterhitze) etwa ½ Stunde backen.

 

 

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