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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Tucholsky, Kurt

Tucholsky, Kurt

    Am 9. Januar 1890 wird Kurt Tucholsky als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Berlin geboren, er stirbt am 21. Dezember 1936 in Hindas (Schweden) an den Folgen einer Übermedikamentierung mit einem Schlafmittel.

    Ab 1909 studierte er Jura in Berlin und Genf, schloss das Studium mit einer Promotion ab.

    Als Journalist und Schriftsteller zählte Tucholsky zu den bedeutendsten Publizisten in der Weimarer Republik. Er engagierte sich politisch als Mitglied der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USPD). Tucholsky lebte ab 1924 als Korrespondent der "Weltbühne" und der "Vossischen Zeitung" in Paris. Er schrieb unter verschiedenen Pseudonymen, darunter Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel.

    1926 war er Herausgeber der "Weltbühne", gab die Aufgabe aber schon nach wenigen Monaten an Carl von Ossietzky weiter. Seine Satire "Deutschland, Deutschland über alles..." erschien 1929. Im gleichen Jahr zog er endgültig nach Schweden, wo er ein Haus besaß. " Schloß Gripsholm. Eine Sommergeschichte" lautet der Titel einer Erzählung, die der Rohwolt-Verlag im Jahre 1931 veröffentlichte. Die heiter-melancholische Liebesgeschichte zählt zu den bekanntesten Werken des Autors.

    Hellsichtig und deshalb zeitig warnte Tucholsky vor dem Erstarken der politischen Rechten, insbesondere vor den Nationalsozialisten. Er hatte nach 1933 auch keine Hoffnung auf den baldigen Untergang dieser Diktatur. Seine Bücher werden auf den Scheiterhaufen der Nationalsozialisten verbrannt. Er selbst wird ausgebürgert.

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