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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Sächsisches Allzusächsisches

Sächsisches Allzusächsisches

Beiwagen der ELSt, Typ 53.
Beiwagen der ELSt, Typ 53.

1

Verzeihn Se giedigst, Herr Wachmeester, wo färdn die Schdraßenbahn hin?

Wenn Se nich von d‘n Schien runder gehen, fährd se Ihn‘ ins Kreize!


2

„Herr Ohwr, gähmse mirma dä Schbeisegarde!“

„Biddä scheen, mein Herr.“

„Bring Se mir mal ne Borddzion Schweinsohrn midd Graud!“

„Bedaure, die sin alle.“

„So? Da bring se mir mal Beedrsiljengemiese midd Gurgnsalad!“

„‘s dud mir sähr leid, awr das is ooch alle!“

„Na so ä elendes Bäch, na wardn se mal, da bring se mal ne Borddzion Silzä midd Bradgardoffln!“

„‘s is mir diräggd beinlich ze sahchn, mein Herr, mir hamm heide bloß Guddlflägge midd grien Bohn!“

„Nu verbibbch, warum sahchn Se das nich gleich, warum lassn Se mich denn dann de Schbeisegarde auswendch lärn? Ja?“

„Entschuljn Se giedichsd, awr mer muß doch sein Gäsdn änne Auswahl biedn!“


3

Pfemfert schreibt einen dringenden Brief. Um acht wird der Kasten geleert und jetzt ist‘s schon dreiviertel.

„Den Briefumschlag!“ sagt er zu seiner Frau.

Sie bringt ihn.

„Kleb‘n immer schon zu, damit‘s nachher schneller geht!“ sagt Pfemfert und schreibt weiter.


4

Bureauvorstand: „Meyer, hier in ihrem Briefe, da fehlt ä Binktchen. Gommse her un machense‘s selber nein, dass es nich zweerlee Handschrifd wird.“


Quelle:

Säk'sches Gemiese. Eine Sammlung der lustigsten Dichtungen in sächsischer Mundart. Leipzig o. J. (vor 1936)

Bildnachweis:

Falk2 : Beiwagen der ELSt, Typ 53.

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