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Friedrich W. Kantzenbach
Wüsst ich Dinge leicht wie Luft

Dieses Gedichtsbändchen ist liebevoll gestaltet und mit Fotos versehen. Es wendet sich an Leser, die bereit sind, aufmerksam hinzuhören und sich einzulassen auf die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Schicksal.

Die schönste Geschichte der Welt

Die schönste Geschichte der Welt

Friedemann Steiger

Milliarden hören sie heute.

Eine Kindergeschichte?

Wer sich ein kindliches Gemüt bewahrt hat,

versteht das und glaubt.


Wir sind viel zu brav; singen und tanzen

sind angesagt; vielleicht teilt ihr jubelnd

miteinander die Weihnachtsoblade.

Lasst das Kind in euch leben!


Eine Geschichte für Träumer?

Einmal die Probleme der Welt vergessen.

Ob Maria und Joseph geträumt haben?

Wohnung, ausreichend Nahrung

und sauberes Wasser?

Ob die Hirten geträumt haben?

Von einer gerechten Welt, einer gerechteren.

Teilung der Güter, eine Welt ohne Not?


Die Weisen aus dem Morgenland?

Woran waren sie orientiert?

An den Sternen? An ihrer Vorstellung

von einem Herrscher, der alles gut macht?

Riesenerwartung? Riesenenttäuschung!


Eine Geschichte für Sucher?

Diese Adventszeit.

Was suchen die Menschen?

Was sie wirklich suchen, das liegt

nicht in den Regalen; es ist die Suche

nach dem Sinn.


Warum ist alles so? Wo kommen wir her?

Wo gehen wir hin? Wofür leben wir?


Die schönste Geschichte der Welt

ist auch eine Geschichte für Leidgeprüfte.


Sie sind unter uns. Mancher Platz ist leer.

Mancher quält sich mit einer schrecklichen

Krankheit herum. Mancher muss die

Zerrissenheit seines Lebens ertragen.

Manche enge Gemeinschaft ist zerstört

durch Eitelkeit und Egoismus.

„Die ihr schwebt in großem Leide, sehet

hier, ist die Tür zu der wahren Freude.


Vor allem ist die Weihnachtsgeschichte

eine Geschichte der Freude:

eine freudige Nachricht breitet sich aus;

des bin ich froh, froh, froh.“

Über allem liegt ein Hauch himmlischer

Freude, über Gebeten, Liedern, Bildern.

Über allem Singen und Spielen.

Keiner kann sich dem entziehen.

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