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Heinz Peter Brogiato/Mathias Röschner
Koloniale Spuren in den Archiven der Leibniz-Gemeinschaft
Sachbuch

ET: Mai 2020

Wie gehen wir mit unserer kolonialen Vergangenheit um?

Fachleute aus elf Archiven von Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft widmen sich dem Thema »Kolonialismus« aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Die Beiträge spannen einen weiten Bogen von der frühkolonialen Afrika­forschung über postkoloniale Ideen im Rahmen eines technokratischen Megaprojekts bis zu den antikolonialen Bewegungen der 1960er Jahre in Westdeutschland, städtebaulichen Aktivitäten der DDR-Architektur in den jungen Nationalstaaten und der kritischen Aufarbeitung der Thematik.

Goldschmidthöhle

Goldschmidthöhle

Henner Kotte

Falschgeld im Pfaffenstein

Friedrich Eduard Goldschmidt war Lithograf und fälschte Geld. Dafür kam er hinter Gitter, doch gelang ihm am 27. September 1854 die Flucht aus dem Gerichtsgefängnis zu Königstein. Der Wirt vom Pfaffenstein war Schwager und versteckte den Verwandten. Goldschmidt machte eine Felsenhöhle zur Werkstatt und fälschte anhalt-dessauische Fünf-Gulden-Scheine. Die Höhle wurde drauf nach ihm benannt. Doch bestehen echte Zweifel, ob der Fälscher diese nutzte, denn die Goldschmidt-Höhle bietet ungünstige Bedingungen. Wahrscheinlich fand das Verbrechen in der trocknen Falkenhöhle statt. Letztlich fasste man Goldschmidt, seinen Schwager und Genossen: Zuchthaus.


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Textquelle:

Kotte, Henner: Sächsische Schweiz: Die 99 besonderen Seiten der Region Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Theresa Schönheit.

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