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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Nalewski, Prof. Dr. habil. Horst

Nalewski, Prof. Dr. habil. Horst

Horst Nalewski wurde 1931 in Ostpreußen geboren. Er studierte Germanistik und Musikwissenschaft 1959-1954 in Leipzig. Seine akademischen Lehrer waren Hans Mayer, Ernst Bloch, Hermann August Korff, Theodor Frings und Hellmuth Christian Wolff.
1963 promovierte er über Friedrich Hölderlin bei Hans Mayer. 1977 habilitierte er über Rilke („Rainer Maria Rilke in seiner Zeit").

1959 -1967 war er Dozent am Institut für Literatur „Johannes R: Becher" in Leipzig, dann Dozent am Germanistischern Institut der Leipziger Karl-Marx-Universität.
1984 wurde er zum Ordentlichen Professor an die Humboldt-Universität Berlin berufen.
Seine Lehrtätigkeit erfolgte bis 1994 außer in Leipzig und Berlin auch in Kairo, Bukarest und Warschau.

Nalewskis Forschungsschwerpunkte sind: Deutsche Literatur des 20. Jahrhunderts (Rilke, George), DDR- Literatur (Christa Wolf, Fühmann, Brezan, Bobrowski u. a.) sowie Historische Poetik und Poetologie.
Von 1992 -2004 war Horst Nalewski Vorstandsmitglied der Rilke-Gesellschaft. Er ist ein international geachteter Rilke-Forscher, war Herausgeber der Werkausgabe „Rilke" in 3 Bänden und der umfangreichen Rilke-Monographie „Rilke in seiner Zeit" (1976, 1985, 1992) sowie Mitherausgeber der im Insel-Verlag erschienenen „Kommentierten Ausgabe der Werke Rilkes" (Band IV, „Schriften" 1996).

Die Mitglieder der Internationalen Rilke-Gesellschaft wählten auf der Rilke-Tagung 2012 in Bern Horst Nalewski in Würdigung seiner wissenschaftlichen Lebensleistung, seiner Verdienste um Leben und Werk des Dichters und in Anerkennung seiner langjährigen Mitgliedschaft und seiner förderlichen Treue zum Ehrenmitglied der Internationalen Rilke-Gesellschaft.

Jugendlichen Rilke nahe zu bringen ist die Absicht seines Buches „Kennst du Rainer Maria Rilke?", Band 1 der Reihe „Bertuchs Weltliteratur für junge Leser". Zu bestellen: http://bertuch-verlag.de/69-0-Kennst-du-Rainer-Maria-Rilke.html

Horst Nalewski hält zahlreiche Vorträge, so unter anderem zur Lyrik von Elsa Lasker-Schüler, Gertrud Kolmar und Nelly Sachs sowie zu verschiedenen Themen innerhalb der Goethe-Gesellschaft.

Horst Nalewski starb am 29. Januar 2020 in Velpke.

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