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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Rudert, Willy

Rudert, Willy

Rathaus Falkenstein, Willy-Rudert-Platz 1. Via Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Rathaus Falkenstein, Willy-Rudert-Platz 1. Via Wikimedia Commons, gemeinfrei.

Der Autor (* 1884 -  † 1949) war ein sehr bekannter deutscher Heimat- und Mundartschriftsteller. 

Zunächst erlernte er auf der Kunstgewerbeschule in Plauen  den Beruf eines Kunstgewerbezeichners und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf. Nach Falkenstein zurückgekehrt, war er dann als Musterentwerfer für Gardinen tätig. Ab 1920 ließ sich Rudert als freier Schriftsteller nieder und schrieb in der ostvogtländischen Mundart. Er gründete und leitete das Falkensteiner Heimatmuseum und die Trachtengruppe .

Seine Vaterstadt Falkenstein, in der er geboren wurde und starb, benannte ihm zu Ehren einen Platz vor dem Rathaus.

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