Sachsen-Lese

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Unser Leseangebot

Wolfgang Hirschmann/Adrian La Salvia (Hg.)
Musik im Dessau-Wörlitzer Gartenreich
Sachbuch

Der Klang des Gartenreichs

Die wissenschaftliche Erschließung des Dessau-Wörlitzer-Kulturkreises war lange auf die heute noch zu besichtigenden Zeugnisse der Architektur und Gartenkunst konzentriert. Das 250-jährige Bestehen der Dessauer Hofkapelle/Anhaltischen Philharmonie 2016 bot den Anlass, sich dem immateriellen musikalischen Kulturerbe des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs im Rahmen der Jahrestagung der Dessau-Wörlitz-Kommission zu nähern.
Die Beiträge des Bandes versammeln die Ergebnisse der Tagung und zeigen, dass die Kenntnis der Dessau-Wörlitzer Musiklandschaft des 18. Jahrhunderts einen substanziellen Beitrag zur Erforschung der europäischen Aufklärung und Empfindsamkeit zu leisten vermag. Die opulente Ausstattung des Bandes mit vielen Abbildungen soll dabei helfen, ein lebendiges Bild der reichen Musik- und Theaterkultur der Epoche zu entwerfen.

Felsendome Rabenstein

Felsendome Rabenstein

Henner Kotte

Kalkweiß unter Wasser

Spuren belegen: Bereits 1365 hat man in Rabenstein nach Bodenschätzen gegraben. Ein Bergwerk entstand. „30 Millionen Arbeitsstunden waren nötig, um die einzigartigen Felsendome herauszumeißeln. Über 600 Jahre schufteten die Hauer mit einfachsten Werkzeugen, nur weil sie eines begehrten: Kalk. An Ort und Stelle wurde dieser abgebaut, gebrannt und ins Land versendet. Rabensteiner Kalk war sehr gefragt. Unsere Vorfahren schufen in Schwerstarbeit aber auch wahre steinerne Kunstwerke.“ Vier Sohlen wurden in den Berg getrieben. Bereits 1863 ließ man Besucher unter Tage. 1906 stellte man den Berg­bau ein. Eigentümer Willy Reinhard ließ vorm Mundloch ein Naturtheater errichten und öffnete die Stollen wieder für Schaulustige.

„Während des Zweiten Weltkrieges sollte die gesamte unterirdische Anlage zweckentfremdet für Munitionslagerung und -herstellung verwendet werden. Im Domsaal und im Labyrinth sind die dafür erfolgten Kalkanstriche noch zu sehen.“ Dann wurden die zwei unteren Sohlen geflutet, das Industriedenkmal vergessen. Privatinitiative entdeckte wieder. „Seither sind Sicherungsarbeiten durchgeführt worden, um der Öffentlichkeit wieder gefahrlos dieses einmalige Zusammenspiel von Historie, Naturschönheiten, Technik und Bergbaugeschichte zugänglich zu machen.“ Sehenswerte Zeitgeschichte und während sommerlicher Hitze Erfrischung bei 6° C. Einzigartig: In die gefluteten Stollen kann auf 130 Meter Länge abgetaucht werden: Berg, Kristalle, Spuren der Arbeit unter verschwommenen Blick. Atemberaubend!

Adresse und Kontakt

Weg nach dem Kalkwerk 4

09117 Chemnitz

Tel.: 0371 / 8080037

http://www.felsendome.de/


*****

Textquelle

Kotte, Henner: Chemnitz: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.


Bildquelle

Vorschaubild: Sachgesamtheit: Felsendome Rabenstein. Kulturdenkmal Chemnitz Rabenstein, 2014, Urheber: (dwt). via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0.

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