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Quatsch Didel Datsch

Kinderreime

von Norbert Neugebauer (Autor), Werner Kiepfer (Autor), Petra Lefin (Illustrator)

Kinder wollen unterhalten sein. Sie lieben Geschichten und Spaß, Rhythmus und Reim.
Das Spiel mit den Worten, die einen ähnlichen Klang aufweisen, fasziniert sie. Der Gleichklang und Rhythmus von Versen lassen sie die (Mutter-)Sprache spielerisch erfassen. Dadurch lassen sie sich schnell auswendig lernen, immer wieder nachsprechen und fördern so das Sprachvermögen. - Mit den liebevollen Zeichnungen von Petra Lefin bietet das Heft Unterhaltung für die ganze Familie.

Die Gerberbastei in Bautzen

Die Gerberbastei in Bautzen

Carolin Eberhardt

Romantisch und verträumt mutet der Turm der Gerberbastei inmitten der historischen Altstadt Bautzens an. Einst gehörte sie, wie fünf andere heute noch erhaltene Türme, der historischen Befestigungsanlage der Stadt an. Dabei fiel ihr die besondere Aufgabe zu, den Übergang der Via Regia über die Spree sowie die Wege in die Stadt und den Zwinger hinter der inneren Stadtmauer zu schützen. Mit dem Bau der Gerberbastei war die Fertigstellung der Stadtbefestigung Anfang des 16. Jahrhunderts weitestgehend fertiggestellt.

Während der Pestepidemie 1559 diente der Turm als Hospital und erhielt kurzzeitig den Beinamen Siechenbastei. Weitere Funktionen sollten der Bastei über die Jahrhunderte noch zufallen. So diente sie im 17. Jahrhundert für die Schützen der Stadtwehr als Unterkunft und Waffenlager.

Während der Belagerung von Bautzen 1620 durch die Truppen des Kurfürsten Johann Georg I. wurde nicht nur die angrenzende Nikolaikirche schwer beschädigt, sondern auch die Gerberbastei. Weiterhin blieb dem Turm nicht erspart, dass er bei dem Stadtbrand am 2. Mai 1634, versuracht durch die abziehenden kaiserlichen Truppen des Obersts von der Goltz, vollständig ausbrannte. Erst 1703 war der Wiederaufbau abgeschlossen.

Eine bauliche Veränderung wurde 1770 vorgenommen, als die Bastei als Sommerresidenz für einen Ratsherren dienen sollte. Der hauptsächliche Umbau bestand wohl darin, das ist aber nicht eindeutig belegt, dass einige Fenster vergrößert wurden.

Von 1838-1866 diente die Bastei als Turnhalle, zuvor wurde sie als Waffenschmiede genutzt.

Bereits seit 1917 wurde der Turm selbst als Jugendherberge genutzt, unter dem Namen „Herberge für Jugend-Wanderungen“. Damit ist sie die älteste Jugendherberge Sachsens. 1996 wurde das Gebäude grundhaft erneuert, die anliegenden Gebäude werden heute ebenso als Jugendherberge genutzt.

Im ehemaligen historischen Turm befindet sich heute ein öffentlich zugängliches Museum, welches mit interessanten Gegenständen aus der Entstehungszeit der Jugendherbergen und interessanten Informationstafeln die Historie der Jugendherbergen in Deutschland, insbesondere die Entstehung des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH), anschaulich beleuchtet. Zudem bietet sich direkt unter dem Dach der Gerberbastei ein wunderschöner Blick über Bautzen. Vor der Besichtigung ist eine Anmeldung zur Führung bei den Mitarbeitern der Jugendherberge notwendig.

 

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Fotos: Carolin Eberhardt, 2023.

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