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Tanja Langer
Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung
Roman

Träumen, Erfinden, Erinnern: Ein großer Roman über eine kleine Frau

Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949: Ida verliert ihren Mann, Ida schrubbt Wäsche für die Tommys, und Ida begegnet Mr. Thursday. Sie fängt bei ihm im »Astra Cinema« an und merkt vor lauter Begeisterung für die Filme kaum, dass er sich in sie verliebt … Das Kino wird zum Gegenbild für die raue Wirklichkeit, durch die Ida und ihre kleine Rasselbande sich als »Flüchter« durchboxen, mit Einfallsreichtum, der Kraft der Träume und der Liebe, die sie verbindet. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche.

Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal

Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal

Almut Philipp

Einkehr im Tal der Neiße

Ehe wir die Zisterzienserinnenabtei Klosterstift St. Marienthal betreten, kehren wir in die „Klosterschenke St. Marienthal“ vor den Toren des Klosters ein. Bei Kaffee und Kuchen aus der klostereigenen Bäckerei erleben wir, dass das älteste aktive Zisterzienserinnenkloster Deutschlands in Ostritz ein Ort des Glaubens ist und auch ein wirtschaftliches Unternehmen. 1234 soll Kunigunde, Tochter Philipps von Schwaben und Gemahlin König Wenzels von Böhmen, also die Königin von Böhmen, das Kloster gestiftet haben. Auch das Adelsgeschlecht der Dohnaer hat mitgewirkt, als erster bekannter Besitzer von Ostritz wird der Burggraf Otto I. von Dohna gesehen, dessen Tochter auch die erste Äbtissin war. Schenkungen und Käufe mehrten den Besitz des Klosters. Heute leben hier 15 Nonnen.


Das Kloster war 1683 nach einem Brand im Stil des böhmischen Barock neu errichtet worden. Das weiß-rote Ensemble steht direkt an der Neiße, am Handelsweg, der von Prag über Zittau nach Görlitz führte. Vom Hochwasser 2010, das kurz nach der Sanierung das Kloster unter Wasser setzte, sind noch Schäden erkennbar. Im Kloster erfahren wir auch, dass es landwirtschaftliche Flächen, auch einen Weinberg, verpachtet. Zum Klosterkomplex gehören das Konventsgebäude, die Klosterkirche, die Propstei, Gästehäuser, die Bäckerei, ein Sägewerk und natürlich die Brauerei. Im Klostermarkt erwerben wir noch ein paar Flaschen „St. Marienthaler Klosterbräu“ als Wegzehrung, das Bierbrauen ist doch eine der besten Traditionen der Klöster.

Adresse und Kontakt

St. Marienthal 1

02899 Ostritz

Tel.: 035823 / 77300

http://www.kloster-marienthal.de/seiten/start


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Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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