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Tanja Langer
Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung
Roman

Träumen, Erfinden, Erinnern: Ein großer Roman über eine kleine Frau

Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949: Ida verliert ihren Mann, Ida schrubbt Wäsche für die Tommys, und Ida begegnet Mr. Thursday. Sie fängt bei ihm im »Astra Cinema« an und merkt vor lauter Begeisterung für die Filme kaum, dass er sich in sie verliebt … Das Kino wird zum Gegenbild für die raue Wirklichkeit, durch die Ida und ihre kleine Rasselbande sich als »Flüchter« durchboxen, mit Einfallsreichtum, der Kraft der Träume und der Liebe, die sie verbindet. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche.

Chemnitz Sonnenberg

Chemnitz Sonnenberg

Henner Kotte

Der Morgensonne zu gemauert

Diese Erhebung misst 345 Meter über NN, und allmorgendlich geht hier die Sonne auf. 1402 wurde der Sonnenberg von der Stadt käuflich erworben. In den Boomtownjahren nach 1860 wurde er bebaut. Architekturgeschichtlich interessant der Wissmann-Hof vom Planer Curt am Ende. Heute ist das Viertel eines der wenigen der Stadt, das der II. Weltkrieg nicht zerstörte. Die Markuskirche ist der ihn dominierende Bau. 1990 wurde der Sonnenberg aufgrund seiner Altbausubstanz zum Flächendenkmal erklärt. Berühmte Leute werden als Mieter vom Sonnenberg immer wieder genannt: Georg Landgraf, Alfred Kunze, Walter Janka. Einer wird verschwiegen: Bernhard Oehme.

Wissmannhof

Fürstenstraße 132

09130 Chemnitz


*****

Textquelle

Kotte, Henner: Chemnitz: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.


Bildquelle

Vorschaubild: ohnhof in Chemnitz-Sonnenberg (Sachgesamtheit Wissmannhof), 2013, Urheber: Lguenth1 via Wikimedia Commons CC BY SA-1.0.

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