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Henner Kotte

Leipzig 99 Mal entdecken!

Leipzig ist Messe und Universität, Völkerschlacht und Kabarett. Es ist Heimstatt des Buchs, des Sports und der schwarzen Szene. Doch welche Menschen prägten die Stadt häufig im Verborgenen? Welche Geschichten verstecken sich hinter manch unscheinbarer Fassade? Welche Hymne singt der Leipziger seit 1989? Und wo trinkt er seinen Kaffee? Das und mehr ist nicht nur für Zugezogene neu. Henner Kotte zeigt in seinen vergnüglichen Betrachtungen, dass sich abseits ausgetretener Tourismuspfade, aber auch im Altbekannten noch viel Überraschendes finden lässt.

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Eissporthalle Chemnitz

Eissporthalle Chemnitz

Henner Kotte

Die Eismüllerin

„Ein Eiskunstläufer ist nicht nur ein Athlet, er steht nicht nur für Schweiß und Tränen, sondern auch für Glamour und Tragödie“, konstatiert Eislaufkunstlauflegende Katarina Witt. „Das schönste Gesicht des Sozialismus“ gewann zweimal Olympiagold und schuf der DDR Reputation. Der Erfolg – das Ergebnis harter Arbeit, Trainerin Jutta Müller war gefürchtet und geachtet. „Popo rein und lächeln!“ Die Chemnitzerin wurde am 13. Dezember 1928 geboren und gewann selbst im Kunstlauf auf Eis- und Rollbahn. Sie studierte an der DHfK in Leipzig und wurde 1954 Trainerin des SC Wismut Karl-Marx-Stadt. Ihre Methoden waren eigen, die Ergebnisse sportlich und künstlerisch beeindruckend. Sieben ihrer Schützlinge erreichten internationale Spitzenplätze: Gaby Seifert, Günter Zöller, Jan Hoffmann, Sonja Morgenstern, Anett Pötzsch, Katarina Witt und Evelyn Großmann.

55 internationale Medaillen für die DDR. Ein Medienereignis The Battle of the Carmens 1988 in Calgory: „Das Duell zweier junger Athletinnen als Kampf Ost gegen West, Kalter Krieg auf dem Eis. Die Wahl der Kürmusik schürte die Brisanz des Aufeinandertreffens noch: Sowohl Witt als auch ihre US-Rivalin Debi Thomas traten als ­Carmen aus der gleichnamigen Oper von Georges Bizet an.“ Das erfolgreiche Gespann Witt /Müller ward „als Diplomaten im Trainingsanzug“ staatsgeehrt. Umstritten Jutta Müllers Verstrickungen ins sozialistische Regime. Seit 2004 gehört sie zur Hall of Fame des Eiskunstlaufes. Zur Ehrenbürgerin machte Chemnitz Jutta Müller 2008.

Adresse und Kontakt

Wittgensdorfer Str. 2A

09114 Chemnitz

Tel.: 0371 / 3389700

https://www.eissportzentrum-chemnitz.de/

*****

Textquelle

Kotte, Henner: Chemnitz: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.


Bildquelle

Vorschaubild: Eishalle im Eissportzentrum Chemnitz, 2019, Urheber: Heikobowikifoto via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0.

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