Sachsen-Lese

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Sachsen-Lese

Rüdiger Fikentscher (Hg.)
Tausch- und Geldkulturen in Europa
Sachbuch
mdv aktuell, Bd. 15

Die Autorinnen und Autoren geben Antworten auf Fragen, die nach dem Umgang mit Geld und seinen verschiedenen Erscheinungsformen immer wieder neu auftauchen. Die Beiträge des Buches spannen dabei den Bogen von den Tauschsystemen in vorchristlicher Zeit bis zu den Bitcoins der Gegenwart. Ein frühneuzeitliches Kerbholz wird ebenso behandelt wie Goethes Finanzierung seiner Italienreise. Kopfschütteln erzeugt noch heute die erste bekannte Spekulationsblase, der »Tulpenwahn« in den Niederlanden.

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Eissporthalle Chemnitz

Eissporthalle Chemnitz

Henner Kotte

Die Eismüllerin

„Ein Eiskunstläufer ist nicht nur ein Athlet, er steht nicht nur für Schweiß und Tränen, sondern auch für Glamour und Tragödie“, konstatiert Eislaufkunstlauflegende Katarina Witt. „Das schönste Gesicht des Sozialismus“ gewann zweimal Olympiagold und schuf der DDR Reputation. Der Erfolg – das Ergebnis harter Arbeit, Trainerin Jutta Müller war gefürchtet und geachtet. „Popo rein und lächeln!“ Die Chemnitzerin wurde am 13. Dezember 1928 geboren und gewann selbst im Kunstlauf auf Eis- und Rollbahn. Sie studierte an der DHfK in Leipzig und wurde 1954 Trainerin des SC Wismut Karl-Marx-Stadt. Ihre Methoden waren eigen, die Ergebnisse sportlich und künstlerisch beeindruckend. Sieben ihrer Schützlinge erreichten internationale Spitzenplätze: Gaby Seifert, Günter Zöller, Jan Hoffmann, Sonja Morgenstern, Anett Pötzsch, Katarina Witt und Evelyn Großmann.

55 internationale Medaillen für die DDR. Ein Medienereignis The Battle of the Carmens 1988 in Calgory: „Das Duell zweier junger Athletinnen als Kampf Ost gegen West, Kalter Krieg auf dem Eis. Die Wahl der Kürmusik schürte die Brisanz des Aufeinandertreffens noch: Sowohl Witt als auch ihre US-Rivalin Debi Thomas traten als ­Carmen aus der gleichnamigen Oper von Georges Bizet an.“ Das erfolgreiche Gespann Witt /Müller ward „als Diplomaten im Trainingsanzug“ staatsgeehrt. Umstritten Jutta Müllers Verstrickungen ins sozialistische Regime. Seit 2004 gehört sie zur Hall of Fame des Eiskunstlaufes. Zur Ehrenbürgerin machte Chemnitz Jutta Müller 2008.

Adresse und Kontakt

Wittgensdorfer Str. 2A

09114 Chemnitz

Tel.: 0371 / 3389700

https://www.eissportzentrum-chemnitz.de/

*****

Textquelle

Kotte, Henner: Chemnitz: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.


Bildquelle

Vorschaubild: Eishalle im Eissportzentrum Chemnitz, 2019, Urheber: Heikobowikifoto via Wikimedia Commons CC BY-SA 4.0.

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