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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

 

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Bismarck und der Kronprinz

Bismarck und der Kronprinz

Verfasser unbekannt

Wilhelm II. und Bismarck.
Wilhelm II. und Bismarck.

Eines Tages erschien der Reichskanzler im Schloss, um sich zum Vortrage bei Seiner Majestät Wilhelm II. zu begeben. Während er angemeldet wurde, trat er in die angelehnte Tür eines Nebenzimmers, aus welchem ihm fröhliche Kinderstimmen entgegen schallten.

Es war das Spielzimmer der kaiserlichen Kinder, und der Kanzler sah mit Freude, wie der Kronprinz einen Leierkasten drehte, nach dessen Klängen die beiden jüngeren Prinzen zu tanzen versuchten. Kaum erblickten sie den Kanzler, als Prinz Eitel Friedrich auf ihn zukam und ihn anredete: »Bitte, bitte, Fürst Bismarck, tanz einmal mit uns!«

Lächelnd wehrte der Fürst den stürmischen Knaben ab und sagte: »Nein, nein, dazu bin ich zu alt. Das kann ich wirklich nicht, aber wenn der Kronprinz mittanzen will, dann will ich so lange die Drehorgel spielen.« Der Vorschlag wurde mit Jubel aufgenommen. Fürst Bismarck drehte den Leierkasten im Schweiße seines Angesichts – und die Prinzen tanzten danach.

Da öffnet sich plötzlich die Tür, und herein tritt der Kaiser, das seltsame Bild mit Staunen und Rührung betrachtend. »Nun, das muss ich sagen«, hub der Kaiser an, »es ist sehr liebenswürdig von Ihnen, lieber Fürst, sich mit den Kindern abzugeben. Aber –« und dabei erhob der Kaiser scherzhaft drohend den Zeigefinger – »ei, ei, Sie fangen bei Zeiten an! So früh schon soll der künftige Thronerbe nach Ihrer Pfeife tanzen lernen? Das ist ja schon die vierte Generation, der Sie sich widmen.« Der Fürst lachte, entschuldigte sich und folgte dem Kaiser in das Vortragszimmer.

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