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Kurt Wünsch

Wie ich Mitglied des Vereins zur Förderung der Vernunft wurde
Erzählungen

Geschichten und Bilder – natürlich hat Kurt Wünsch nicht selbst zum Pinsel gegriffen, sondern zwanzig hallesche Maler gebeten, eine Geschichte von ihm zu illustrieren. So entstand ganz nebenbei ein, natürlich vollkommen unvollständiges, Lexikon der halleschen bildenden Künstler. Von Wünschs erster Geschichte, 1958 in der Zeitung »Der Neue Weg« gedruckt, bis zu den Texten der unmittelbaren Gegenwart sammelt dieses Buch amüsante, skurrile und manchmal auch ein wenig surreale Geschichten, die sich genauso, also jedenfalls würde das ihr Verfasser stets behaupten, zugetragen haben.

Der Schmugglerpfad - die Elbleite

Der Schmugglerpfad - die Elbleite

Henner Kotte

Zerdeppertes Zelluloid

Die Elbleite führt an den Schrammsteinen auch zur Aussicht der „Kleinen Bastei“. Ehedem nutzten Schmuggler den Pfad. Eines Tages war einer der Bewohner Schmilkas verschwunden, wo er doch nächsten Tag seine Braut freien wollte. Verdächtig: Im Gasthaus wohnte ein englischer Herr. Der beteuerte vor Polizei und Richter seine Unschuld, er hätte vom anderen Elbufer aus fotografiert. Es dauerte, bis man die Daguerreotypie endlich fixiert hatte. Und wahrlich, da steckte der Bräutigam zwischen den Felsen. Ein Absturz am Tage vorm Fest. Die Fotografie galt als älteste in Sachsen geschossene. Beim Museumsumzug ging sie zu Bruch. Der schönen Geschichte fehlt so der Beweis.

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Textquelle:

Kotte, Henner: Sächsische Schweiz: Die 99 besonderen Seiten der Region Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Carolin Eberhardt.

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