Sachsen-Lese

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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Feldmarschall Blücher und das Hornvieh

Feldmarschall Blücher und das Hornvieh

Marschall "Vorwärts" 1863
Marschall "Vorwärts" 1863

Der alte Feldmarschall »Vorwärts« war jedem Kinde in Deutschland bekannt, und man hat seine Freude an seinem Bildnis mit den ausdrucksvollen Zügen, den blitzenden Augen und der Adlernase. Was hätte wohl de erste Napoleon darum gegeben, wenn er ihn als Gefangenen hätte abführen können!

Jeder weiß, dass er nicht viel von den Wissenschaften hielt, aber desto tapferer und mutiger mit dem Schwerte dreinschlug, und dass er seinen Untergebenen ein gerechter Vorgesetzter war, wenn er sie auch nicht mit Glacehandschuhen anfasste, sondern ihnen oft mit groben Worten derb die Wahrheit ins Gesicht sagte.

So geschah es einmal, dass dem General Horn durch den Adjudanten Blüchers der Befehl übermittelt wurde, mit seiner Division rechts zu schwenken. Der Adjudant wählte eine sehr höfliche Form indem er meldete: »Seine Exzellenz der Feldmarschall Blücher ersuchen Eure Exzellenz, mit der Division rechts zu schwenken.«
Aber der alte Horn merkte sofort, dass der Adjudant den Befehl in eine andere Form gekleidet hatte und sagte: »Unmöglich hat er so gesagt. Wie hat er gesagt?« Der Adjudant gab zu, dass der Befehl wohl etwas anders gelautet hatte. »Heraus damit!«, schrie der General. »Wie hat er gesagt?« Da konnte der Adjudant nicht anders als die Wahrheit berichten und sagte: »Wollen Exzellenz gütigst entschuldigen, er hat gesagt: 'Sagen Sie dem 'Hornvieh', dass er rechts schwenken soll.« – »Richtig, so hat er gesagt, dass will ich glauben.«

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