Sachsen-Lese

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Autor Christoph Werner lässt den Weimarer Unternehmer und Verleger Friedrich Justin Bertuch zurückblicken auf das eigene Leben.

Ein Tag im Leben des Friedrich Justin Bertuch

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Aus einem April

Aus einem April

Rainer Maria Rilke

Wieder duftet der Wald. 
Es heben die schwebenden Lerchen 
mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern
schwer war; 
zwar sah man noch durch die Äste den Tag,
wie er leer war,- 
aber nach langen, regnenden Nachmittagen 
kommen die goldübersonnten 
neueren Stunden, 
vor denen flüchtend an fernen Häuserfronten 
alle die wunden 
Fenster furchtsam mit Flügeln schlagen. 

 

Dann wird es still. Sogar der Regen geht leiser
über der Steine ruhig dunkelnden Glanz.
Alle Geräusche ducken sich ganz
in die glänzenden Knospen der Reiser. 

 

Rainer Maria Rilke, 1900, Berlin-Schmargendorf

Bildnachweis

Kopfbild: Urheber Humayra ferdousi

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