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Eberhard Brecht

Zerstörte Lebenswelten
Juden in Quedlinburg 1933–1945

Eberhard Brecht schildert das Leben und Leiden von Juden in der Kleinstadt Quedlinburg vor und während der NS-Diktatur. Glaube und Rituale wurden gelebt, ohne dass sich die Juden der Stadt in einer Parallelgesellschaft bewegten. Im Gegenteil: Gläubige wie zum Protestantismus konvertierte Juden trugen maßgeblich zum gesellschaftlichen Leben der Stadt bei. Diese Integration löste sich nach 1933 mit der antisemitischen Propaganda, den Nürnberger Gesetzen und anderen Einschränkungen von persönlicher Freiheit sowie den Ausschreitungen gegen Juden und ihre Geschäfte, insbesondere in der Pogromnacht 1938, auf.

Der Aktendulli

Der Aktendulli

Falsch Dulli ablegen

„Wo Akten wichtig – ist Dulli richtig“, sprach die Werbung, und bis dato ist der Heftstreifen aus Büros nicht wegzudenken. Carl Kohl meldete 1941 einen „Aufreiher für Blattsammlung mit federndem Mittelteil“ als Gebrauchsmuster an. Der findige Handelsvertreter wusste, dass österreichisch dulli gleich vortrefflich heißt. Chemnitz glaubt, sich nun eine verlorene Entdeckung wieder zuschreiben zu dürfen. Nein: Außer Namen und Firmen­adresse Eisenstuckstraße gab Kohl nichts, das Patent ließ am 8. Juli 1938 Georg Heinrich Laufer aus Frankfurt a. M. unter der Nummer 1440592 beim Patentamt registrieren. Doch bis 1992 produzierte Chemnitz Dulli, Dulli, Dulli.

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Textquelle

Kotte, Henner: Chemnitz: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.


Bildquelle

Vorschaubild: Heftstreifen aus Plastik, 2005, Urheber: Andreas -horn- Hornig via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

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