Sachsen-Lese

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Knut Diers

Lüneburg 99 Mal entdecken!
Reiseführer

»Das kenne ich doch aus dem Fernsehen!«, mag so mancher Besucher überrascht ausrufen, der zum ersten Mal durch Lüneburg schlendert. Seit 2006 spielt hier die ARD-Serie »Rote Rosen«, und die Außendrehorte sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Eine Besonderheit nicht weit von der nächsten: der Platz »Am Sande«, die Gasse »Auf dem Meere«, der Stintmarkt. Aber Lüneburg hat noch mehr zu bieten: ein schwangeres Haus, eine Kulturbäckerei und einen Kinosaal mit Renaissancedecke. Und mal ganz ehrlich, wer kann schon von sich sagen, einmal mit Alpakas gewandert zu sein?

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Der Aktendulli

Der Aktendulli

Falsch Dulli ablegen

„Wo Akten wichtig – ist Dulli richtig“, sprach die Werbung, und bis dato ist der Heftstreifen aus Büros nicht wegzudenken. Carl Kohl meldete 1941 einen „Aufreiher für Blattsammlung mit federndem Mittelteil“ als Gebrauchsmuster an. Der findige Handelsvertreter wusste, dass österreichisch dulli gleich vortrefflich heißt. Chemnitz glaubt, sich nun eine verlorene Entdeckung wieder zuschreiben zu dürfen. Nein: Außer Namen und Firmen­adresse Eisenstuckstraße gab Kohl nichts, das Patent ließ am 8. Juli 1938 Georg Heinrich Laufer aus Frankfurt a. M. unter der Nummer 1440592 beim Patentamt registrieren. Doch bis 1992 produzierte Chemnitz Dulli, Dulli, Dulli.

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Textquelle

Kotte, Henner: Chemnitz: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2017.


Bildquelle

Vorschaubild: Heftstreifen aus Plastik, 2005, Urheber: Andreas -horn- Hornig via Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0.

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