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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Schwarzenberg

Schwarzenberg

Curt Rambach

Schloss und Kirche auf Felsriegel über dem Schwarzwasser. Foto: Original uploader was Hejkal at de.wikipedia, CC-BY-SA-2.0-DE.
Schloss und Kirche auf Felsriegel über dem Schwarzwasser. Foto: Original uploader was Hejkal at de.wikipedia, CC-BY-SA-2.0-DE.

 

1.   Im herrlichen Tale, auf hohem Fels,
      umgeben von duftendem Wald,
      liegt friedlich ein Städtchen im Sonnenglanz.

      Mein Schwarzenberg, mein Schwarzenberg,
      dich Gott erhalt!

2.   Am Fuße des Felsens ein Wasser rauscht,
      drein schauen die Mauern so alt
      vom Schlosse hoch droben in luft'ger Höh.

      Mein Schwarzenberg, dich Gott erhalt!

3.   Und schaut dich der Wanderer zur Sommerzeit,
      wenn lustig der Lerchengesang schallt,
      dann strahlst du als Perle im bunten Kranz.

      Mein Schwarzenberg, dich Gott erhalt!

4.   Doch fallen im Winter die Flocken leis',
      verhülln die Berge, den Wald,
      bist du noch schöner im Winterkleid.

      Mein Schwarzenberg, dich Gott erhalt!

5.   Im Tale schnell eilet das Wasser hin,
      am Abend die Glocke erschallt,
      und golden die Fenster des Schlosses glühn.

      Mein Schwarzenberg, dich Gott erhalt!

 

 

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