Sachsen-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Sachsen-Lese
Unser Leseangebot

Christoph Werner

Schloss am Strom
Roman


Schinkel kämpft in seinen Fieberträumen um die Vollendung seines Bildes "Schloss am Strom". Er durchlebt auf seinem Krankenbett noch einmal sein erfülltes und von krankmachendem Pflichtgefühl gezeichnetes Leben und die Tragik des Architekten und Künstlers, der sich zum Diener des Königs machen ließ

Herz voll Winter

Herz voll Winter

Johann Meyer

 

Nun bin ich fern, – der Frühlingstraum ist hin,
So süß, und doch so voller Schmerzen!
Und Winter ist's, – und nun ich einsam bin,
Fühl' ich des Winters Bild im Herzen.

Gestorben ist, was lebte frisch und rot,
Kein Strahl kann mehr die Knospen locken;
Die Blumen, – ach, die Blumen all sind tot
Und ruh'n im Leichentuch der Flocken!

So leer wie drauß', so eisig ist mein Herz,
Seitdem die Ferne trennt uns beide,
Und ach, es starben längst im Heimwehschmerz
Die Blümlein alle meiner Freude.

Und hätt' ich mit dem ersten Abschied auch
Den letzten schon von dir genommen,
Es würde niemals mehr ein Frühlingshauch
In dieses Herz voll Winter kommen!

Bildnachweis

Abb.  Eisspiegelungen. Urheber: Asio otus

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Die Muse
von Taras Schewtschenko
MEHR
Verse zum Advent
von Theodor Fontane
MEHR
Totenklage
von Klabund
MEHR
Anzeige:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen