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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019

 

Ä Fillosohf

Ä Fillosohf

Lene Voigt

Was das nu eechndlich bloß war,

Wonach mr in dr Juhchnd flidzde?

Mr wurde sälwr sich nich glar,

Was eechal ausdr Färne blidzde.

Schdäds indn Wolkn war dr Bligg,

Uff ännr Gullr rollde ‘s Gligg.

Un war mr schließlich nachgesausd,

Dann hield mr gar nischd in dr Fausd.

‘s war alles ähmd bloß Fandasie,

Das was mr suchde, fand mr nie.-

Allmählich ließ mr‘s Schebbsränn sin

Un gam so in de Jahre rin,

Wo mr Disdangs grichd zu dn Sachn.

Dann lärnd mr so ä innräs Lachn,

Das gribbld, wie ä aldr Wein,

In gansn Orgahnismus nein.

Mr guggd mid abgeglärdn Oochn

Uff die verriggdn Mänschheedswoogn

Un freid sich bloß noch geenichlich

Gans eenfach iewersch Dink an sich.

 

Quelle: Der gemütlich Sachse. 41/1925

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