Sachsen-Lese

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Gemeinsam mit dem neugierigen Kater Nepomuk beginnt eine spannende Reise durch verschiedene Jahrhunderte in der Stadt Weimar, auf welcher nicht nur der Kater, sonder auch der Leser alle bekannten Persönlichkeiten näher kennen lernt. Lucas Cranach, Johann Sebastian Bach, Johann Karl August Musäus, Anna Amalia, Wieland, Goethe, Herder Schiller und viele mehr. Natürlich hat Nepomuk, wie es sich für eine Katze geziemt, sieben Leben. Wie sonst könnte er sie wohl alle gekannt haben.

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De Muttersproch verlarnt?

De Muttersproch verlarnt?

Gotthold Heinrich Roth

Iech ho allen Regard vor sitten, die, wenn se mol nausgelossen sei in ene annere Gegnd un se kumme nooch enn Vertelgahr widder, blueß noch fremm sprachen un ihre Häämetsproch verlaagne un sich schame, su ze reden, wie se`s drhämm gelarnt haben.


Do kimmt e Bauernschmaadel aus dr Benahmige zerück in ihr Dorf un tutt sich gruß mit lauter fremme Brocken. Se war be Berlin gewasen, kunnt när noch berlinerisch mit „mir“ un „mich“, mit „dat“ un „wat“, „varückt“ usw.


Emol log dort in Huf a alter Rachen zen Grosrachne af dr Wies; un dar log, wie`s net sei sell, mitn Zinken odder Zännen nooch ubn. Se tappt mitn Fuß an Zännen rim un frogt de klääne Määd: „Wie nennt man denn det Dingk hier bei euch? In Berlin heeßt man det ene Harke.“ Dodrbrei drückt de mitn Fuß aus Versah starker af de Zäh. Dr Rachen stieht auf, kriegt Schwungk, springt mitn Stiel in dr Höh un klatscht se nei de Vissage. „Ei, du verfluchter Rachen“, schimpft se wutig, „host mr ball`s Nosenbää neigehiebn!“ – Husch war`sch Vugtlännische widder do!

Bildnachweis

Kopfbild Gasthof Altensalz. Urheber: Aagnverglaser

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