Sachsen-Lese

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hrsg. von Fl. Russi & C. Eberhardt

Lieder von Friedrich Silcher

Friedrich Silcher machte sich vorallem einen Namen durch das Sammeln von Volksliedern und der Publikation von Chorsätzen zu traditionellen Liedern. In diesem Heft finden sich zwanzig seiner im Chorsatz SATB gestzten volkstümlichen Lieder.

Des sei halt Asichten

Des sei halt Asichten

Gotthold Heinrich Roth

‘s zwelfgahrige Goldtechterle kam verhilln aus dr Viermittogsschul hämm, nei de hechere tat se nämlich gieh, un‘s wollt kä Bissen rutschen, eechal trot rsch Wasser widder nei de Aang. Dr Vater hatt gerod gute Laune, ‘r hatt e Glos Bier genehmigt un war lustig iwer e gutes Geschäft, wos r eigefannelt hatt, un iwer sei Leibassen. Drim soget‘r itze: „Wos is dr när, Gretel? Sprach dich aus, nooch werd drsch leichter!“ Un do krieget se Korrasche un beichtet, deß se noochmittog zr Strof widder nei dr Schul mißt, weil se ewos vun Herkules nett gewißt hett. Do wur ower dr Vater giftig un schpreißlet luus: „Wos? Waang su en alten Karl, vun dan scha lang kä Knechel meh iwerig is, do sellst du armes Dingk an dan schenn Noochmittog noch brumme? Wart‘, do gieh ich glei emol miet nei, ich war a glei miet brumme!“

Quelle

Roth, Gotthold: Blietenhunig. Greiz o.J.

Bildnachweis

Tableau, signé Constant Claes 1847, huile sur carton. Homme pensif et sa fille. Aus Wikipedia – gemeinfrei.

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