Sachsen-Lese

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Kennst du Antoine
de Saint-Exupéry?

Karlheinrich Biermann

Großer Beliebtheit erfreut sich noch heute die Geschichte vom kleinen Prinzen, jenem philosophischen Märchen, das von Liebe, Freundschaft und Tod handelt. Darin geht Saint Exupery der Frage nach dem Sinn des Lebens nach und blickt zurück auf sein eigenes: das Abenteuer einer Bruchlandung, das Überleben in der Wüste, die Sehnsucht nach der verlorenen Liebe … all das war dem Autor nur allzu vertraut.

Dr Zauwerlährling

Dr Zauwerlährling

Lene Voigt

Zauberlehrling von S. Barth.
Zauberlehrling von S. Barth.

Heite bin ich mal alleene

Un dr Meester iwer Land.

Ei härrjehses, das wärd scheene:

Jetz dud zauwern meine Hand!

Nu gomm här, du alder Bäsen,

Riehr‘ dich flink un socke los!

Ich bin ooch ä heeres Wäsen,

Nich etwa dr Meester bloß.


Gugge doch, schon dudr flitzen

Wie ä Wiesel hin un här!

Freilich, der gann ooch mal schwitzen,

Ich habb‘s grade reichlich schwär.

Da, schon bringtr Uffwaschwasser!

So is bibbsch, mei braves Dier.

Wänn dr Meester wißte, daßr

Hat‘ ne Gonggurränz in mir!


Na, nu is genug, mei Liewer,

Häre jetz mal wieder uff!

Sonst leeft noch de Wanne iwer.

Hierbleim sollste, horch doch druff!

Ne, da saust das dumme Luder

Nochmal mit‘n Ämmer* los!

Hehnischooch noch feixen dudr

Um sei Holzmaul riesengroß.


Himmel, ich hab‘s Wort vergässen,

Wie dän Gärl mr bänd‘chen muß!

Un schon säbbelt wie besässen

Där uuf‘s neie hin zum Fluß.

Ach du griene Neine , `s Wasser

Schteht ä Meder hoch im Haus!

Immer feichter wärds un nasser.

(‘s Bäste is, ich zieh mich aus.)


Hach, jetz weeß ich‘s, was ich mache:

Mit‘n Beile hack‘ ich zu,

Gommtr wieder, der Abache,

So verschaff‘ch mr meine Ruh‘.

Goddverbibbch, jetz habb‘ch geschbalten

Glicklich dän Verflixten, doch

Dafier habb‘ch nu zwee erhalten

Un die matschen immer noch!



Meester, Meester, gomm doch wieder!

Ach mei liewer guder Härr!

Die zwee glabbs‘chen Bäsenbrieder

Iwerschwämm‘ ja schon `s Bardärr‘.

Niemals will ich wieder sind‘chen,

Gomm, mei Schäff, un schbrich das Wort!

Ach, ich fiehl‘s: er wärd mir gind‘chen

Un zum ärschten muß ich fort.


Quelle:

Voigt, Lene: Säk‘sche Balladen. Leipzig o. J. (vor 1

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