Sachsen-Lese

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Die Erzählungen sind das Kaleidoskop eines Lebens: von der erinnerten Kindheit, die immer märchenhafte Züge trägt, über die verspielten Dinge der Jugend bis hin zu den harten Auseinandersetzungen im Erwachsenen-Dasein. Das Verschwinden von Glauben und Vertrauen, das Verzweifeln an der Welt, diese metaphorische Obdachlosigkeit (Safranski), sind Teil davon.

Oareim - Raureif

Oareim - Raureif

Gustav Wolf

Doas is ju, oas wär heut oalls verhext,
jed Halmel und Aestel is weiß
wie mit Stoobzucker ieber und ieber besträt,
und moanchmol glitzert‘s wie Eis

und finkelt und flimmert, wenn d‘Sunn su druffscheint.
Nee wurkelch, doas is dr an Pracht!
Und hust goar nischt wegkrigt, wuhar dr doas koam.
Mit emmol is‘s do ieber Nacht.

Oall Beem und oall Bisch uff‘m Berg und an Toal!
Du kennst ver Freeden laut schrein.
Nee su woas, ner su woas, do wett‘ch dr do glei:
s koan an Märchen do ne schinner sei!

Wolf schrieb in der Oberlausitzer Mundart.

Bildnachweis

Foto: J. Brekle

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