Sachsen-Lese

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Roland Opitz
Kennst du Fjodor Dostojewski?

Das Leben Dostojewskis glich einer Achterbahnfahrt: stetig pendelnd zwischen Verehrung und Verachtung, zwischen Erfolg, Spielsucht und Geldnot. Mit 28 Jahren wurde er wegen revolutionärer Gedanken des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt, landet dann aber im sibirischen Arbeitslager.
Er gilt als Psychologe unter den Schriftstellern, derjenige der hinab schauen kann in die Abgründe der menschlichen Seele. Diese Biografie ist gespickt mit Auszügen aus seinen Meisterwerken sowie mit einigen seiner Briefe, die einen offenherzigen Menschen zeigen.

‘s sechste Gebot

‘s sechste Gebot

Hans Siegert

‘n Winkel-Hannes sei Gung hatt zeitig ahgefang, annern Leiten awos wagzenamme, un wie er a Gahrer zwölfe war, do war er schu a richtiger ausgefeimter Spitzbub.

 

Viel Müh hot sich sei Lehrer mit‘n gaam, doß er die Mauserei sei lossen söllt. ‘s half ober alles nischt. Dos sei halt Gab‘n.

 

Amol trifft der Harr Lehrer ‘n alten Winkel-Hannes in dr Schenk, un do hot er‘n a Licht über senn Gung aufgesteckt.

 

Der Hannes hot mit‘n Kopp genickt un hot gesaht:

„Jaja, Harr Lehrer“, saht er,“ ‘s is alls, wie sie soong; daar Gung maust mir de Haar von Kopp ro, wenn ich net aufpaß. Ober ich waß aah net, wos ich noch machen söll. Jeden Ohmd loß ich ne ‘sechste Gebot haarsoong, ober de Mauserei gieht wetter!“

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