Sachsen-Lese

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Friedrich W. Kantzenbach

Erfundenes Glück

Der Autor beschäftigt sich auf lyrischem Weg mit den essentiellen Dingen des Lebens. Er reflektiert seine reichen literarischen Begegnungen und verarbeitet Reiseerlebnisse und persönliche Bekanntschaften mit Menschen, die ihn beeindruckten. Zunehmend durchdringen die Themen Krankheit, Tod und Vergänglichkeit seine Texte.

 

Sächsische Kunde

Sächsische Kunde

 

Uff äner Reese gahm ich emal
Im scheenen Vogdland nach Glingendal.

Unn wie ich  von Bahnhof ins Schdädtchen dad schreiden,
Da heerd'ch von Gärchdorm de Glocken leiden.
Das war mir e bißchen sonderbar,
Weil's nämlich gewehnlicher Wochendahch war,
"Heern'se," dad'ch da 'n Einheimischen frahchen,
"Mei Gudsder, genn'n Se mir vrleichde sahchen:
Was had'n das eegendlich zu bedeiden,
Warum dun d'nhier alle Glockn leiden?"
"Ja," sahchde der mit freindlichen Blicke,
"Wahrscheinlich ziehd eener an Schdricke!"

Quelle

Säk‘sches Gemiese. Eiene Sammlung der lustigen Dichtungen in sächsischer Mundart.

Verlag A. Bergmann – Leipzig o. J. (vor 1936)

Autor: Robert Zimmermann

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