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Von Evchensruh nach Adams Hoffnung

Die sechs Erzählungen sind das Kaleidoskop eines Lebens: von der erinnerten Kindheit, die immer märchenhafte Züge trägt, über die verspielten Dinge der Jugend bis hin zu den harten Auseinandersetzungen im Erwachsenen-Dasein. Das Verschwinden von Glauben und Vertrauen, das Verzweifeln an der Welt, diese metaphorische Obdachlosigkeit (Safranski), sind Teil davon.

Sächsische Kunde

Sächsische Kunde

 

Uff äner Reese gahm ich emal
Im scheenen Vogdland nach Glingendal.

Unn wie ich  von Bahnhof ins Schdädtchen dad schreiden,
Da heerd'ch von Gärchdorm de Glocken leiden.
Das war mir e bißchen sonderbar,
Weil's nämlich gewehnlicher Wochendahch war,
"Heern'se," dad'ch da 'n Einheimischen frahchen,
"Mei Gudsder, genn'n Se mir vrleichde sahchen:
Was had'n das eegendlich zu bedeiden,
Warum dun d'nhier alle Glockn leiden?"
"Ja," sahchde der mit freindlichen Blicke,
"Wahrscheinlich ziehd eener an Schdricke!"

Quelle

Säk‘sches Gemiese. Eiene Sammlung der lustigen Dichtungen in sächsischer Mundart.

Verlag A. Bergmann – Leipzig o. J. (vor 1936)

Autor: Robert Zimmermann

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