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Krabat

Florian Russi | Andreas Werner

Krabat ist die bekannteste Sagenfigur aus der Oberlausitz. Das Müllerhandwerk und das Zaubern hatte er vom "schwarzen Müller" erlernt, von dem man gemunkelte, dass er mit dem Teufel im Pakt stand. Irgendwann musste es zum Machtkampf zwischen Meisetr und Schüler kommen.

Die Hauptwirkungsstätte Krabats war die Mühle in Schwarzkollm, einem Dorf, das heute zu Hoyerswerda gehört. Die Mühle besteht noch und hat nach umfänglicher Restaurierung nichts von ihrer Romantik und Magie verloren. Seit 2012 finden hier die Krabat-Festspiele statt.

       Das Männlein auf dem Rücken

Das Männlein auf dem Rücken

Schloss Hartenfels in Torgau.
Schloss Hartenfels in Torgau.


Als im März 1669 nach Torgau hin ein Seller seines Wegs gewandelt, hat er einen Knaben auf dem Felde angetroffen, der auf der Erde zum Spiel niedergesessen und ein Brett vor sich gehabt. Wie nun der Seller solches im Überschreiten verrückt, hat das Knäblein gesprochen: »Warum stoßt ihr mir mein Brett fort? Mein Vater wirds euch danken! « Der Seiler geht immer weiter und nach hundert Schritten begegnet ihm ein klein Männlein, mit grauem Bart und ziemlichem Alter, von ihm begehrend, dass er es tragen möge, weil es zum Gehen ermüdet sei. Diese Anmaßung verlacht der Seiler, allein es springet auf seine Schultern, so dass er es ins nächste Dorf hocken muss. Nach zehn Tagen stirbt der Seiler. Als darüber sein Sohn kläglich jammert, kommt das kleine Bübchen zu ihm, mit dem Bericht, er solle sich zufrieden geben, es sei dem Vater sehr wohl geschehen. Weiter wolle er ihn, benebenst der Mutter, bald nachholen, denn es würde in Meißen eine schlimme Zeit erfolgen.

Quelle

Gutenberg Projekt: Sagen aus Sachsen - Kapitel 16

Bildnachweis

Beide Ansichtskarten stammen vom Kunstverlag Brück & Sohn aus Meißen.

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