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Quatsch Didel Datsch

Kinderreime

von Norbert Neugebauer (Autor), Werner Kiepfer (Autor), Petra Lefin (Illustrator)

Kinder wollen unterhalten sein. Sie lieben Geschichten und Spaß, Rhythmus und Reim.
Das Spiel mit den Worten, die einen ähnlichen Klang aufweisen, fasziniert sie. Der Gleichklang und Rhythmus von Versen lassen sie die (Mutter-)Sprache spielerisch erfassen. Dadurch lassen sie sich schnell auswendig lernen, immer wieder nachsprechen und fördern so das Sprachvermögen. - Mit den liebevollen Zeichnungen von Petra Lefin bietet das Heft Unterhaltung für die ganze Familie.

Das nächtliche Fallen im Erzgebirge

Das nächtliche Fallen im Erzgebirge

Im Erzgebirge sagt das Volk, wenn man in der Nacht etwas fallen hört, es müsse darauf ein Todesfall erfolgen – darum nennt man dies das Leichenbret – dieser könne aber von dem Menschen ab und auf ein Vieh gewendet werden, wenn man spreche: »falle auf meine Henne, Ziege etc.«

Im Jahre 1627 lag der Pfarrer zu Markersbach ruhig samt seiner Ehefrau im Bett, nur die Magd war noch wach: da hörte sie etwas oben im Hause stark fallen, sie läuft hinauf in der Meinung, ihr Herr habe gepocht, aber dieser sagt, sie habe wohl geträumt und solle zu Bett gehen und am neunten Tage nachher war er tot. Im Jahre 1688, ehe M. G. Uhlmann, lnformator beim Superintendenten zu Annaberg, starb, geschah des Nachts ein großer Fall im Hause, er aber hört nichts davon und am dritten Tage war er schon tot.


Im Jahre 1633 lebte noch zu Scheibenberg eine Pfarrerswitwe von Thum; da diese ihren Sohn, der verreiste, ein Stück Weges begleitet hatte und nunmehr auf dem Heimwege begriffen war, tat's in ihrem Hause einen schweren Fall und zwar zu derselben Stunde, wo sie auf dem Rückwege von einem Fieberfroste überfallen ward, daran sie auch nach 10 Tagen starb. Daselbst diente damals eine alte Magd bei dem Bürger und Hausbesitzer Auerbach, die sprach, wenn sie einen solchen Fall hörte, folgenden Spruch: »Gütchen, ich gebe Dir mein Hütchen, willst Du den Mann, ich gebe Dir den Hahn! willst Du die Frau, nimm hin die Sau! willst Du mich, nimm die Zieg'! willst Du unsere Kinder lassen leben, will ich Dir alle Hühner geben! – «

In Elterlein geschah es, dass man bei unterschiedlichen solchen gespenstigen Fällen dem Ungetüme eine Henne und Ziege gab, diese Stücke wurden am folgenden Morgen tot gefunden, und Lehmann sagt, er habe es mit seinen eigenen Augen gesehen, daß eine Henne, die auch so weg geschenkt worden, früh auf dem Oberboden tot dalag, als wäre sie unter einer Presse zerquetscht worden.

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