Sachsen-Lese

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Hans-Henning Paetzke
Heimatwirr
Roman

Von Angepassten und Unangepassten

Ein Mann verlässt Familie und Geliebte, um sich in West-Deutschland als literarischer Übersetzer zu etablieren. Schließlich holt er seine Frau Gizella und seinen Sohn Bence nach, der als Neunjähriger bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Plötzlich taucht Rosa, die Tochter seiner Geliebten, auf, die aus einem Ostberliner Kinderheim kommt und auf der Suche nach ihrem Vater ist. Sie beginnt Bences Platz einzunehmen und entwickelt sich zum Störfaktor …
In seinem neuen Roman lässt Hans-Henning Paetzke das autobiografische Moment in den Vordergrund treten, das sich mit dem Leben der anderen verbindet – von kommunistischen Tätern und Opfern aus Ungarn und der untergegangenen DDR, von Spitzeln und Bespitzelten, von Angepassten und Unangepassten.

Der spukende Polenzer

Der spukende Polenzer

Henner Kotte

Umtriebiger Hund

„Auf dem Wege von Neustadt nach Hohnstein stand mitten im Walde früher ein altes Gebäude, das, später bis auf die Mauern zerfallen, Petermanns Mauer hieß. Hierher war ein Polenzer verbannt, dessen Geist umging, und sich bald als Mann ohne Kopf, bald als schwarzer Hund mit feurigen Augen zeigte, die Leute verfolgte, ihnen aufhockte und andern Schabernack ausübte.“ So begegnete mancher hier diesem Vieh, auch Anna Büttner auf dem Kirchhof zu Schandau. „Das fromme Mädchen, das wohl ahnte, dass dieser verwünschte Geist ebenso voller Kummer war, floh nicht vor ihm, sondern ging auf ihn zu.“ Seit jenem Tag jedenfalls sah keiner mehr diesen Hund.

*****

Textquelle:

Kotte, Henner: Sächsische Schweiz: Die 99 besonderen Seiten der Region Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Dämonenhund, 2019, Urheber: Yuri_B via Pixabay CCO.

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