Sachsen-Lese

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Henner Kotte

Leipzig 99 Mal entdecken!

Leipzig ist Messe und Universität, Völkerschlacht und Kabarett. Es ist Heimstatt des Buchs, des Sports und der schwarzen Szene. Doch welche Menschen prägten die Stadt häufig im Verborgenen? Welche Geschichten verstecken sich hinter manch unscheinbarer Fassade? Welche Hymne singt der Leipziger seit 1989? Und wo trinkt er seinen Kaffee? Das und mehr ist nicht nur für Zugezogene neu. Henner Kotte zeigt in seinen vergnüglichen Betrachtungen, dass sich abseits ausgetretener Tourismuspfade, aber auch im Altbekannten noch viel Überraschendes finden lässt.

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Der spukende Polenzer

Der spukende Polenzer

Henner Kotte

Umtriebiger Hund

„Auf dem Wege von Neustadt nach Hohnstein stand mitten im Walde früher ein altes Gebäude, das, später bis auf die Mauern zerfallen, Petermanns Mauer hieß. Hierher war ein Polenzer verbannt, dessen Geist umging, und sich bald als Mann ohne Kopf, bald als schwarzer Hund mit feurigen Augen zeigte, die Leute verfolgte, ihnen aufhockte und andern Schabernack ausübte.“ So begegnete mancher hier diesem Vieh, auch Anna Büttner auf dem Kirchhof zu Schandau. „Das fromme Mädchen, das wohl ahnte, dass dieser verwünschte Geist ebenso voller Kummer war, floh nicht vor ihm, sondern ging auf ihn zu.“ Seit jenem Tag jedenfalls sah keiner mehr diesen Hund.

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Textquelle:

Kotte, Henner: Sächsische Schweiz: Die 99 besonderen Seiten der Region Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Dämonenhund, 2019, Urheber: Yuri_B via Pixabay CCO.

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