Sachsen-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Sachsen-Lese
Unser Leseangebot

Martinsfest - Wir feiern Martini

Florian Russi

Kleine Broschüre mit Texten und Liedern zum Martinstag

Laterne, Laterne ... Im dunklen Monat November hält das Martinsfest einen Lichtpunkt für uns bereit. Vor allem Kinder freuen sich weit im Voraus auf den Martinstag, um mit ihren leuchtenden Laternen durch den Ort zu ziehen. Die Hintergründe zur Geschichte des festes und den traditionellen Bräuchensind in dieser Broschüre festgehalten. Mit einer Anleitung für eine selbstgebastelte Laterne, drei leckeren Rezepten und vielen Liedern, Gedichten und Reimen ist sie ein idealer Begleiter für jedermann.

Der Ursprung der Stadt Schandau

Der Ursprung der Stadt Schandau

Johann Georg Theodor Gräße

Bad Schandau: Sendigbrunnen.
Bad Schandau: Sendigbrunnen.

Zwischen dem Böhmenkönig Ottokar und dem Ritter Witigo von Duba war eine Fehde im Kirnitzschtal ausgebrochen, die in einer heißen Schlacht endete. Bis um 1490 hatte dieser Ritter dort Besitzungen besessen. In der Nähe der später erst entdeckten Heilquelle, von der das heutige Bad seinen Namen hat, stieß Graf Bernhard von Camenz, der einen Trupp Ritter gegen Duba befehligte, auf den Ritter Raubold von Niemanitz. Dieser Raubold war eigentlich auch ein Feind Dubas, heimlich hatte er sich aber mit Duba vereinigt. Er wollte die Gelegenheit nutzen, den feindlichen Heerhaufen zu vernichten. Er wurde in der Schlacht von dem Ritter von Bose aus dem Sattel gehoben, wehrte sich aber und schlug ihn mit einem schweren Stein auf die Brust, zerschmetterte so den Brustkorb. Dabei stieß der Graf von Camenz den Raubold, entrüstet über dessen Treuelosigkeit, nieder. Ritter von Bose hauchte unter Verwünschungen sein Leben aus und soll ausgerufen haben: „Tod und Schande! Schandaue soll der Ort heißen.“

Von dieser Sage soll auch das alte Sprichwort herrühren: „Meißnische Ehre und Redlichkeit haben zu Schandau ein Ende.“

Quelle:
Gräße, Johann Georg Theodor: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Erster Band.
Dresden 1874

Die Sage ist von Ursula Brekle bearbeitet und sprachlich angepasst worden.

Bildnachweis:

Kopfbild: Das Wappen zeigt ein Schiff mit Segel, ein mutmaßlicher Hinweis auf die Bedeutung der Elbschifffahrt.

Bild im Text: Bad Schandau, Sendigbrunnen.

Beide Bilder sind Wikimedia entnommen, sie sind gemeinfrei.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Der Kobold von Plodda
von Willy Winkler
MEHR
Der Dresdner Mönch
von Johann Georg Theodor Gräße
MEHR
Das Weihnachtsgeschenk
von Johann Georg Theodor Gräße
MEHR
Anzeige:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen