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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Der Ursprung der Stadt Schandau

Der Ursprung der Stadt Schandau

Johann Georg Theodor Gräße

Bad Schandau: Sendigbrunnen.
Bad Schandau: Sendigbrunnen.

Zwischen dem Böhmenkönig Ottokar und dem Ritter Witigo von Duba war eine Fehde im Kirnitzschtal ausgebrochen, die in einer heißen Schlacht endete. Bis um 1490 hatte dieser Ritter dort Besitzungen besessen. In der Nähe der später erst entdeckten Heilquelle, von der das heutige Bad seinen Namen hat, stieß Graf Bernhard von Camenz, der einen Trupp Ritter gegen Duba befehligte, auf den Ritter Raubold von Niemanitz. Dieser Raubold war eigentlich auch ein Feind Dubas, heimlich hatte er sich aber mit Duba vereinigt. Er wollte die Gelegenheit nutzen, den feindlichen Heerhaufen zu vernichten. Er wurde in der Schlacht von dem Ritter von Bose aus dem Sattel gehoben, wehrte sich aber und schlug ihn mit einem schweren Stein auf die Brust, zerschmetterte so den Brustkorb. Dabei stieß der Graf von Camenz den Raubold, entrüstet über dessen Treuelosigkeit, nieder. Ritter von Bose hauchte unter Verwünschungen sein Leben aus und soll ausgerufen haben: „Tod und Schande! Schandaue soll der Ort heißen.“

Von dieser Sage soll auch das alte Sprichwort herrühren: „Meißnische Ehre und Redlichkeit haben zu Schandau ein Ende.“

Quelle:
Gräße, Johann Georg Theodor: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen. Erster Band.
Dresden 1874

Die Sage ist von Ursula Brekle bearbeitet und sprachlich angepasst worden.

Bildnachweis:

Kopfbild: Das Wappen zeigt ein Schiff mit Segel, ein mutmaßlicher Hinweis auf die Bedeutung der Elbschifffahrt.

Bild im Text: Bad Schandau, Sendigbrunnen.

Beide Bilder sind Wikimedia entnommen, sie sind gemeinfrei.

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