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Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Die alte Glocke der Martinskapelle

Die alte Glocke der Martinskapelle

Saint Martin and the Beggar. Gemälde von El Greco.
Saint Martin and the Beggar. Gemälde von El Greco.

Wie in Ebershain sollen die Hussiten auch die Kapelle von Martinsdorf (woraus Merzdorf geworden ist) zerstört haben. Wahrscheinlich hatten die Merzdorfer und Biensdorfer in der Martinskapelle ihren Gottesdienst abgehalten und die Niederlichtenauer, Oberlichtenauer und Ortelsdorfer in der Niederlichtenauer Kapelle. Nach der Zerstörung der beiden Kapellen haben sich die fünf Gemeinden zu einer Parochie (zu einem Amtsbezirk eines Pfarrers) zusamrnengeschlossen. Daraus ist auch die Sage entstanden, dass die alte Glocke der Martinskapelle, die die Inschrift: „Im Jahre des Herrn 1464“ trug, mit in die Lichtenauer Kapelle gekommen sei. Die Gemeinden sind seit 1994 zu einer Gemeinde Lichtenau zusammengeschlossen.

Da der Hussitenkrieg schon 1436 zu Ende und die Martinskapelle zerstört worden war, kann diese Glocke, die 1886 für die neuen Glocken mit eingeschmolzen wurde, nicht aus dieser Kapelle stammen. Näher liegt der Gedanke, dass die Glocke zur Erinnerung an die zerstörte Kapelle dem Heiligen Martin geweiht und in der Niederlichtenauer Kirche aufgehängt wurde.

Quelle

Vogel, Georg: 1 000 Jahre Heimatgeschichte des Kirchspiels Niederlichtenau. Frankenberg 1935

Bildnachweis

Kopfbild: Wolfgang Brekle

Saint Martin and the Beggar: Wikipedia Commons - gemeinfrei




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