Sachsen-Lese

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Martine Lombard
Wir schenken uns nichts
Roman

»Wenn sich eine Tür schließt …«

Johanna hat alles im Griff. Eigentlich. Erfolgreich im Beruf – fernab ihrer Heimatstadt Dresden – scheinen ihr die Türen offen zu stehen, zudem ist sie glücklich verheiratet mit einem Mann, der sie anscheinend perfekt ergänzt. Doch als Johanna erfährt, dass ihre jüngere Schwester Alma nun mit ihrem Jugendfreund Felix zusammen ist und ihr in der DDR absolviertes Kunststudium auf Schiebung beruhte, gerät ihr Leben nach und nach aus den Fugen. Beherrscht von Eifersucht, Missgunst, Partnerproblemen, Verzweiflung und Angst verausgabt sie sich beruflich wie privat an der falschen Front.

Martine Lombard erzählt von Geschlechterkampf und weiblicher Konkurrenz in einer männerdominierten Arbeitswelt, von der Macht der Familienbande und davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt.

Kirnitzschtal

Kirnitzschtal

Henner Kotte

Wasser, Holz, Wege

Die Kirnitzsch ist ein Flüsschen, das seit 1451 die Grenze zwischen der Tschechei und Deutschland trennt. Seit Jahrhunderten ist es nicht nur Wasserader, sondern Flößerweg. Doch ist die Wassertiefe kaum für den Holztransport geeignet. So begann man etwa 1580 den Flusslauf zu stauen, um beim Ablass mit Schwall die Stämme bergab zu schwemmen. Erst 1817 ersetzte man die hölzerne Staumauer durch Stein. Doch war der Betrieb bald unrentabel. Der Lehrpfad Flößersteig berichtet von der ehedem gehandhabten Technik und Arbeit. Er führt hinab zum Lichtenhainer Wasserfall. Für die Obere Schleuse wird das Wasser der Kirnitzsch noch immer gestaut. „Die Idee zur Einrichtung einer Bootsfahrt hatten der damalige Hinterhermsdorfer Oberförster Hermann Schlegel und die Mitglieder des ‚Vaterländischen Gebirgsvereins Saxonia‘, aus diesem Grund wurde der erste Kahn auch auf den Namen ‚Saxonia‘ geweiht.

Im darauffolgenden Jahr kam wegen der großen Beliebtheit schon ein zweites Boot hinzu.“ Seit dem 25. Mai 1879 befördern hölzerne Kähne auf gut 700 Metern Interessierte und Erholungssuchende durch die Kirnitzschklamm. Fachkundige erklären Vegetation, Wild und Geschichte. Bei Beginn misst die Tiefe etwa einen Meter, an der Mauer gute sieben Meter. Auch im Sommer erreicht die Temperatur kaum mehr als 8 °C. Die Kulisse bietet Stoff für Gefühle und Geschichten. „Ein Schritt zu weit“ benannte Hans-Joachim Hildebrandt seine verzwickte Mordstory. Das Fernsehen der DDR sendete 1985 im Rahmen „Polizeiruf 110“. Herbert Köfer gab einen verzweifelten Täter. Oberleutnant Hübner stellte den Verbrecher souverän.

Kirnitzschtal

Die Kirnitzsch fließt quer durch die Sächsische Schweiz.

Filmtipp

Polizeiruf 110: "Ein Schritt zu weit", Regie: Hans-Joachim Hildebrandt, 1985.

*****

Textquelle:

Kotte, Henner: Sächsische Schweiz: Die 99 besonderen Seiten der Region Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2016.

Bildquelle:

Vorschaubild: Kirnitzschtal: Blick auf den Lichtenhainer Wasserfall, 2011, Urheber: Norbert Kaiser via Wikimedia Commons CC BY-SA 2.0.

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