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Berndt Seite

N wie Ninive
Erzählungen

In metaphorisch einprägsamen Stil  werden verschiedene Schicksale erzählt, die ihren Haupthelden alles abverlangen, sie an ihre Grenzen bringen. Bei der Frage nach der Schuld, nach Gerechtigkeit und Gott verstricken sich Zukunft und Vergangenheit. 

"Er hat einen eigenen Ton, ein bisschen mecklenburgisch erdenschwer, aber dann auch wieder sehr poetisch"

Frankfurter Allgemeine 07.10.2014 Nr. 232 S. 10 

Unsterblicher Freischütz

Unsterblicher Freischütz

Carl Maria von Weber hat sich wohl in seiner Oper „Der Freischütz“ von der wilden Felslandschaft der Sächsischen Schweiz inspirieren lassen. Die berühmte Wolfsschluchtszene könnte man in die Nähe von Rathen verorten. In ihr findet ein Höllenspektakel statt, wobei verschiedene unheimliche Tiere über die Bühne jagen. In einem mitteldeutschen Theater ließ der Regisseur das tierische Gesindel von Kindern darstellen. Der Inspizient, der hinter der Bühne für Ordnung im Spektakel sorgen musste, stolperte über ein Mädchen, das er anfuhr: “Scher dich fort zum Teufel!“ Das Mädchen blieb gefasst und antwortete ruhig: “Das geht nicht, weil ich auf meinen kleinen Bruder aufpassen muss. Ich bin nämlich die Schwester von der Wildsau!“


Die romantische Oper Weber's wurde nach dem Aufsehen erregenden Erfolg der Uraufführung 1821 viele Male auf fast allen Bühnen in Deutschland aufgeführt – jeder gebildete Bürger kannte sie. Darauf spielte Heinrich Heine in seinen „Reisebildern“ ironisch an, indem er die Bekanntheit des Frauenchors Wir winden dir den Jungfernkranz aufs Korn nahm:

„Haben Sie noch nicht Maria von Weber’s „Freischütz“ gehört? Nein? Unglücklicher Mann! Aber haben Sie nicht wenigstens aus dieser Oper „das Lied der Brautjungfern“ oder „den Jungfernkranz“ gehört? Nein? Glücklicher Mann!“

Quelle:

Anekdotensammlung U. Brekle

Bildnachweis:

Beide Bilder sind Wikimedia entnommen, sie sind gemeinfrei.