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Astrid Koopmann/ Bernhard Meier
Kennst du Erich Kästner?

Ist das dort nicht Kästner, Erich Kästner? Ich habe gehört, er war gerade auf großer Reise - Dresden, Leipzig, Berlin, München oder so. Soll ich dich mit ihm bekannt machen? Kästner mal ganz privat! Er hat immer eine Menge spannender Geschichten auf Lager.

Harbistlied

Harbistlied

Anton Günther

Ölgemälde von Carl Vinnen (1868-1922): Birkenhain im Herbst
Ölgemälde von Carl Vinnen (1868-1922): Birkenhain im Herbst

1. Wenn de Blümla nimmer blüha un kaa Vögela läßt meh sei Liedel schalln,

wenn de Vugelbeer rut glüha, von de Baamer de Blätter falln.

Nort is Harbist worn, allis muß verdorrn, wos su schie geblüht zer Sommerszeit.

Schafft fest Haazing rei, ’s muß warm im Stübel sei, wenn’s im Winter stürmt un schneit.


2. Gieht de Sonn schu übern Tog ei un der Naabel drückt sich an de Fanster ra,

wenn de langa finstern Obnd sei, kriecht mer wieder an Ufen na:

Nort is Harbist worn, allis muß verdorrn, wos su schie geblüht zer Sommerszeit.

Schafft fest Haazing rei, ’s muß warm im Stübel sei, wenn’s im Winter stürmt un schneit.


3. Sieht mer hie un do de Robn fliegn, un der Wind saust frostig über Wies un Wald,

tut’s von weiten schu nooch Schnee riechn hinnern Barg haar su eisig kalt:

Nort is Harbist worn, allis muß verdorrn, wos su schie geblüht zer Sommerszeit.

Schafft fest Haazing rei, ’s muß warm im Stübel sei, wenn’s im Winter stürmt un schneit.


4. Is de Gungazeit verschwunden, Lust und Lieb verrauscht, vorbei de schännsten Gahr,

hot es Herz sei Ruh gefunden, is der Mensch alt, sei weiß de Haar:

Nort is Harbist worn, allis muß verdorrn, wos su schie geblüht zer Sommerszeit.

Schafft fest Haazing rei, ’s muß warm im Stübel sei, wenn’s im Winter stürmt un schneit.