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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Erbsensuppe

Erbsensuppe

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Karneval in Düsseldorf 2020.
Karneval in Düsseldorf 2020.

 

Bereits in der Antike, in Athen war Erbsensuppe eine willkommene Mahlzeit, wie eine Textpassage aus einer Komödie des Dichters Aristophanes belegt. Immerhin im fünften Jahrhundert vor Christus.

Auch die Jecken in Aachen, Köln und Düsseldorf schätzen diesen warmen und nahrhaften Eintopf. Das hat einen guten Grund: Viele Kohlenhydrate, Fette und Protoine machen aus dieser Suppe, die die Rheinländer „Ähzesupp“ nennen, eine perfekte Grundlage für reichlich Alkohol und gegebenenfalls für den Tag danach, um den „Kater“ zu vertreiben.

Nun zum Rezept, wie es meine Mutter vorgegeben hat:

Weil die getrockneten Erbsen im Herstellungsprozess viel Flüssigkeit verlieren, die sie bei der Zubereitung wieder aufnehmen müssen, empfiehlt sich, die Erbsen über Nacht einzuweichen, das verkürzt die Kochzeit. Auch die blähenden Inhaltsstoffe Oligosaccharide und antinutritiven Phytate werden zum Teil abgebaut. Das Einweichwasser ab schütten, frisches Wasser zum Kochen verwenden.

150 g Bauchspeck geräuchert, durchwachsen

250 g Erbsen getrocknet, grün

1 ¾ L Wasser

300 g Kartoffeln

1 Suppengrün, viel Möhren

1 Zwiebel

1 Lorbeerblatt

1 TL Majoran getrocknet

1 EL Öl oder Schweineschmalz

 

Den Speck in kleine Würfel schneiden. Folgendes kann man auch erledigen, wenn die Suppe schon kocht: Das Suppengrün und Kartoffeln putzen, schälen und klein würfeln. Die Zwiebel abziehen und ebenfalls klein würfeln.

In einem Schmortopf das Öl oder Schweineschmalz erhitzen und den Speck darin braten. Dann die Erbsen und das Lorbeerblatt zugeben, 1 ¾ Liter Wasser zugießen und die Suppe zugedeckt etwa 1 ½ bis 2 Stunden köcheln lassen. Die Erbsen sind weich, wenn sie sich durchschlagen lassen. 30 Minuten vor Ende der Garzeit das geschnittene Suppengrün, die Kartoffelwürfel und Majoran nach Geschmack zugeben.

Zuletzt mit Salz und Pfeffer abschmecken, die klein geschnittenen Wiener Würstchen zugeben und erwärmen. Als Einlage können auch Fleischklößchen verwendet werden, die man zum Schluss noch 10 Minuten mitkochen kann.

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