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Ein feste Burg ist unser Gott

Ein feste Burg ist unser Gott

Dipl.-Päd. Ursula Brekle

Dieses Kirchenlied, dessen Text Martin Luther vor 1529 dichtete, wurde weltweit zu einem berühmten Kirchenlied in den christlichen protestantischen Kirchen. Ob Luther dazu auch die Melodie komponierte, bleibt umstritten. Das Lied entwickelte über Jahrhunderte eine große Symbolkraft. Zu erinnern ist an die denkwürdige Freilassung der letzten 9626 deutschen Kriegsgefangenen aus dem Zweiten Weltkrieg, die sich noch in sowjetischer Gefangenschaft befanden und von Konrad Adenauer ab 7. Oktober 1955 zurückgeholt werden konnten. Bei der Ankunft im Lager Friedland sangen sie gemeinsam Ein feste Burg ist unser Gott.

Zum Lied wurden verschiedene Chorsätze geschaffen. Große Komponisten kreierten Orgelwerke zu diesem Thema, so Johann Sebastian Bach die Choralbearbeitung BWV 720 und Max Reger die Choralfantasie über Ein feste Burg ist unser Gott op. 27 (1898). In verschiedenen größeren musikalischen Werken wird das Lied zitiert.

Anlässlich des 500. Jahrestages der Reformation gestaltet am 29.10.2017 Matthias Eisenberg eine Orgelmatinee zum Thema Ein feste Burg ist unser Gott im Gewandhaus zu Leipzig.

Ursula Brekle


Zwei Versionen von Ein feste Burg ist unser Gott: Andrew Wilson-Dickson: Geistliche Musik – Ihre großen Traditionen – Vom Psalmengesang zum Gospel
Zwei Versionen von Ein feste Burg ist unser Gott: Andrew Wilson-Dickson: Geistliche Musik – Ihre großen Traditionen – Vom Psalmengesang zum Gospel


1) Ein feste Burg ist unser Gott,
ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not,
die uns jetzt hat betroffen.
Der alt böse Feind,
mit Ernst er's jetzt meint;
groß Macht und viel List
sein grausam Rüstung ist,
auf Erd ist nicht seinsgleichen.

2) Mit unsrer Macht ist nichts getan,
wir sind gar bald verloren;
es streit für uns der rechte Mann,
den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist?
Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth,
und ist kein andrer Gott;
das Feld muß er behalten.

3) Und wenn die Welt voll Teufel wär
und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr,
es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt,
wie saur er sich stellt,
tut er uns doch nichts;
das macht, er ist gericht:
ein Wörtlein kann ihn fällen.

4) Das Wort sie sollen lassen stahn
und kein Dank dazu haben;
er ist bei uns wohl auf dem Plan
mit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib,
Gut, Ehr, Kind und Weib:
lass fahren dahin,
sie haben's kein Gewinn,
das Reich muss uns doch bleiben.

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