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Kennst du Antoine
de Saint-Exupéry?

Karlheinrich Biermann

Großer Beliebtheit erfreut sich noch heute die Geschichte vom kleinen Prinzen, jenem philosophischen Märchen, das von Liebe, Freundschaft und Tod handelt. Darin geht Saint Exupery der Frage nach dem Sinn des Lebens nach und blickt zurück auf sein eigenes: das Abenteuer einer Bruchlandung, das Überleben in der Wüste, die Sehnsucht nach der verlorenen Liebe … all das war dem Autor nur allzu vertraut.

Trinklied

Trinklied

Wilhelm Busch

Gestern ging ich wieder mal
In die Schenke schnelle,
Wie der durst'ge Pilgersmann
Eilt aus der Kapelle.

Alldieweil der Durst so groß,
Trink' ich etwas eil'ger
Und erglänze alsobald
Wie ein neuer Heil'ger.

Wie der Pater Gabriel
Werd' ich allnachgrade;
Zwicke schon die Kellnerin
Listig in die Wade. –

Beim Getränke lieb' ich mir
So ein Spiel, ein kleines;
Ach, mein Geld ist hin, wie einst
Kozmianen seines.

Da der Wirt auf Zahlung dringt,
Fang' ich an zu tosen.
Drauf ergeht's mir wie dem Erz-
Bischof hinten in Posen.

Meinen Rock verwahrt der Wirt,
Und die Schelle zieht er:
»Heda, Hausel! Schiebe fort
Diesen Jesuiter!«

Als ich auf der Gasse lag,
Schlägt die Glocke zwölfe,
Und ich grolle tief empört
Wie ein alter Welfe.

Gleich so fragt mich ein Gendarm,
Was ich hier bezweckte.
Keine Auskunft geben wir,
Seminarpräfekte!

Darum sitz' ich heut im Loch. –
Ach! Und dieser Kater!
Fluchend geh' ich auf und ab
Wie ein heil'ger Vater.

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