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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Die Hochzeit des Königssohns

Die Hochzeit des Königssohns

Florian Russi

Zärtliche Liebe. Zwerggruppe aus Wikimedia Commons.
Zärtliche Liebe. Zwerggruppe aus Wikimedia Commons.

Hochzeiten sind friedliche und freudige Feste, sagten sich die Lutki. Als der Sohn ihres Königs heiratete, feierten sie ein Fest im Freien und luden die Bewohner der benachbarten Dörfer ein, daran teilzunehmen. Sie baten darum, anstelle von Geschenken Brot, Kuchen, Obst, Gemüse, Braten, Getränke und vor allem Hirsebrei mitzubringen. Dieser Vorschlag gefiel den Dorfbewohnern sehr. Sie waren alle sehr neugierig auf die Lutki, aber die meisten von ihnen hätten nicht das Geld gehabt, wertvolle Geschenke zu kaufen. Die Königsfamilie aber hatte sich alles sehr klug ausgedacht. Gold, Silber und Schmuck besaß sie genug. Schließlich waren die Lutki erfahrene Bergleute. Was ihnen Mühe bereitete, war das Backen, Kochen und Braten. Dafür fehlten ihnen die Geräte. Ihre kleinen irdenen Töpfe waren nicht geeignet für große Feste. So traf sich alles gut. Die Dörfler brachten ausreichend Speisen und Getränke mit. Einige Frauen hatten auch schon an die Zukunft gedacht und beschenkten das Lutki-Prinzenpaar mit selbstgenähten oder gestrickten Windeln und Kinderkleidung. Die Lutki umgekehrt überreichten ihren Gästen Schmuckstücke aus Gold, Silber und Kupfer. Da waren alle hochzufrieden.

Als nach dem Essen das Prinzenpaar zum Tanzen aufforderte, bildeten die Lutki einen Kreis, drehten sich, schwangen Arme und Beine hin und her. Alle, die es sahen, mussten herzlich lachen und klatschten fröhlich in die Hände. Zwerge können humorvoll sein und die Lutki konnten auch über sich selbst lachen.

Noch viele Jahre später wurde zwischen Senftenberg und Zittau von der gelungenen Prinzenhochzeit erzählt. Alle, die daran teilgenommen hatten, begegneten sich von da an mit Respekt und immer auch mit einem verständnisvollen Lächeln.

Bildnachweis

Kopfbild: Archiv W. Brekle

Zärtliche Liebe aus Wikimedia Commons, gemeinfrei

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