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Zu Gast in Weimar

George Eliot; deutsche Übersetzung: Nadine Erler

Zu den vielen Künstlern, die es nach Weimar zog, gehörte auch die englische Schriftstellerin George Eliot. Im Sommer 1854 verbrachte sie drei Monate im kleinen, doch weltberühmten Städtchen an der Ilm. George Eliots schriftlich festgehaltenen Eindrücke sind äußerst amüsant. Dieser Blick einer Fremden lässt Weimar in anderem Licht erschienen.

Broschüre, 40 Seiten, 2019


Dos macht mer, wie mer will

Dos macht mer, wie mer will

Früheres Forsthaus in Neues Wiesenhaus, eine Siedlung von wenigen Häusern an der Wilzsch.
Früheres Forsthaus in Neues Wiesenhaus, eine Siedlung von wenigen Häusern an der Wilzsch.

Dr alte Keitel-Farschter of‘n Wilzsch-Wiesenhaus, daar war meitog ne Waldgiehern damisch hinterhaar. Neilich hot ne ober doch aaner gammerlich geargert.

Wie do mei Keitel nei‘n Wald kimmt, trifft‘r ne alten Hennikkel mit ner grußen Schrutsaag draußen un frögt ne: „Na, Hennikkel, wos machst de dä do?“

Daar war ober net faag un soget geleich: „ Iech such Schwamme, Harr Farschter.“

„Un do nimmst du die gruße Schrutsaag miet?“ frögt dr Keitelwetter.

Mei Hennikkel losset sich ober net irr machen un soget kurz:
„Wissen se, Harr Farschter, dos macht mer, wie mer will!“


Verfasser unbekannt, um 1905

Bildnachweis

Kopfbild: Schrotsäge aus Wikimedia, gemeinfrei.

Früheres Forsthaus in Neues Wiesenhaus: Klaaschwotzer

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