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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Das Reginenfest

Das Reginenfest

Andreas Flegel

1993 zerstörte ein Brand mit dem markanten Amtshaus auf dem Eilenburger Schlossberg einen Teil des Wahrzeichens der Muldestadt. Zur Unterstützung seines zügigen Wiederaufbaus schlossen sich heimatverbundene Eilenburger in einem Burgverein zusammen. Doch Hangbewegungen ließen eine Rekonstruktion dieses schlichten Barockbaus in weite Ferne rücken. In Anbetracht der prekären Situation der weitläufigen Burganlage dehnte der Verein seinen Aktionsradius auf das gesamte geschichtsträchtige Areal aus. Durch vielfältigste Aktivitäten wurde die für die frühe sächsische Geschichte außerordentliche bedeutsame Eilenburg aus ihrem Dornröschenschlag gerissen.

Umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten wurden initiiert. Gemeinsam mit der Stadt Eilenburg konnten somit in den letzten Jahren mit dem Sorbenturm (1997/98), dem Burgtor und Teilen der äußeren Umfassungsmauer (2000-2002) bereits wesentliche Teile der mittelalterlichen Anlage vor dem Verfall bewahrt werden. Der Basteiweg und ein historischer Lehrpfad wurden neu angelegt. Ende 2003 erstrahlte auch der mächtige südliche Mauerturm wieder in alter Pracht. Mit der Sanierung und dem Ausbau des etwa 250 Jahre alten Gefängnisses als Vereinshaus sind die nächsten Ziele bereits abgesteckt. Mit Rat und Tat und nicht zuletzt mit erheblichen finanziellen Mitteln wird die Realisierung derartiger Projekte durch den Verein unterstützt. Die entsprechenden Mittel werden durch Spenden von Bürgern und Unternehmen aller Art sowie durch verschiedenste Veranstaltungsformen, wie Vorträge, Konzerte in den Bergkellern und nicht zuletzt durch die Reginenfeste aufgebracht.

Ansicht von Eilenburg 1650. Quelle: Sammlung H.-P.Haack, Leipzig
Ansicht von Eilenburg 1650. Quelle: Sammlung H.-P.Haack, Leipzig


Das Reginenfest, 1995 erstmalig als Burgfest veranstaltet, findet alljährlich am ersten bzw. zweiten Septemberwochenende statt. Es hat seinen Ursprung im 30jährigen Krieg. Als 1631 das kaiserliche Heer mit >>unendlicher Grausamkeit<< in Sachsen einfiel, ging der Kurfürst ein Bündnis mit dem Schwedenkönig ein. Bei Breitenfeld trafen die Heere Tillys und der Verbündeten aufeinander. Die Reihen der kampfunerfahrenen sächsischen Kontingente Iichteten sich schnell. >>Bloßen Hauptes<< flüchtete der Kurfürst vom Schlachtfeld und harrte im Eilenburger Gasthof >>Zum Roten Hirsch<< der Dinge, die nun kommen sollten. Am Abend überbrachte ein Eilbote die erlösende Nachricht vom Sieg der Schweden. Vor Freude ließ der Kurfürst in seinem Zimmer ein Tedeum durch die hiesige Kantoreigesellschaft anstimmen.

Martin Rinckart
Martin Rinckart

Der Eilenburger Geistliche und Poet Martin Rinckart verherrlichte den Tag durch ein Jubellied und auf seine Veranlassung fand ein drei Tage währendes Friedensfest statt. Da der Tag des Sieges, nach dem in protestantischen Landen noch gültigen julianischen Kalender der 7. September - einer der Namenstage der Heiligen Regina - war, nannte man die Friedensfeier Reginenfest. Treffender hätte die Bezeichnung kaum ausfallen können. Die Heilige Regina war eine frühchristliche Märtyrerin und ihr Name (in deutscher Übersetzung >>Königin<<) stellt unwillkürlich eine Assoziation zu dem als Glaubenshelden der Protestanten verehrten Schwedenkönig Gustav Adolf Il. her.

Der Eilenburger Geistliche und Poet Martin Rinckart verherrlichte den Tag durch ein Jubellied und auf seine Veranlassung fand ein drei Tage währendes Friedensfest statt. Da der Tag des Sieges, nach dem in protestantischen Landen noch gültigen julianischen Kalender der 7. September - einer der Namenstage der Heiligen Regina - war, nannte man die Friedensfeier Reginenfest. Treffender hätte die Bezeichnung kaum ausfallen können. Die Heilige Regina war eine frühchristliche Märtyrerin und ihr Name (in deutscher Übersetzung >>Königin<<) stellt unwillkürlich eine Assoziation zu dem als Glaubenshelden der Protestanten verehrten Schwedenkönig Gustav Adolf Il. her.

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