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Christoph Werner

Schloss am Strom
Roman


Schinkel kämpft in seinen Fieberträumen um die Vollendung seines Bildes "Schloss am Strom". Er durchlebt auf seinem Krankenbett noch einmal sein erfülltes und von krankmachendem Pflichtgefühl gezeichnetes Leben und die Tragik des Architekten und Künstlers, der sich zum Diener des Königs machen ließ

Dr Summer is alle

Dr Summer is alle

Otto Peuschel

Dr Summer is alle, de Kirmes vorbei,

dr Wind weht ganz eisig, dr Winter kimmt rei.

Of Falder un Walder, do liegt schu dr Schnee,

schlier-weiß sieht‘s in Tol un aah drubn of dr Höh.

Dos schimmert un flimmert, dos glitzert un blinkt,

wenn drübn hintern Wald de Sunn niedersinkt,

vun Schießberg drübn rüber dr Mond freindlich lacht.

Saaht naus, dos is e Pracht!


Ganz dick zieht dr Naabel durch‘n Wald, übern Staa,

mr ka wirklich kaum mit‘n Stacken durchhaa.

De Baam sei beraimelt, o saaht se när a,

kaa Christbaamel wirklich net schenner sei ka.

Dos schimmert un flimmert, dos glitzert un blinkt,

dr Wind durch geds Kalckel* ins Fansterle dringt.

Wenn is Feier in Ufen racht prasselt un kracht,

is in dr Stub e Pracht!


Nu kimmt aah ganz sachte Weihnachten miet ra.

Dr Fried schnitzt e Krippel, dr Ward, daar streicht a.

Mit Bleiglanz un Goldschaam werd alls reperiert,

de Puppenstub werd wieder frisch tapeziert.

Dos schimmert un flimmert, dos glitzert un blinkt,

dr Leimtopp läft über, dos qualmt un dos stinkt.

E Kerzel zünd fix a, doß‘ wieder vermacht,

is dä dos net e Pracht!

* schmaler Spalt

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