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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Das Daetz-Centrum in Lichtenstein

Das Daetz-Centrum in Lichtenstein

Sebastian Keßler

Bleich wie Alabaster liegt ein Mann schlafend auf dem Boden. Wachsam behütet eine Hündin ihre Welpen. Vor einem Spiegel steht ein Mädchen - splitternackt.

Blick ins Foyer des Daetz-Centrums
Blick ins Foyer des Daetz-Centrums
 

Nein, diese Kunstwerke sind mit den Schnitzereien eines Michel aus Lönneberga nicht zu vergleichen. Sie wirken so realistisch, dass der Betrachter sich nur vorsichtig der Hundemutter nähert und unweigerlich seine Schritte dämpft, um den schlafenden Mann nicht zu wecken. Peinlich berührt möchte er dem nackten Mädchen seine Jacke um die schmalen Schultern legen, als er sich ihrer hölzernen Natur bewusst wird.

Rund 700 einzigartige Kunstwerke hat das Ehepaar Peter und Marlene Daetz aus allen Kontinenten zusammengetragen. Zu bewundern sind die Werke im sächsischen Lichtenstein. Hier präsentiert das Datz-Centrum auf rund 4.500 Quadratmetern die  weltweit umfassendste  Sammlung von internationaler Holzbildhauerkunst. Bei regelmäßigen Workshops und Symposien wird das Daetz-Centrum selbst zum Geburtsort vieler neuer Objekte.

Ein Zentrum für internationale Holzbildhauerkunst - Mit dieser Vision wandte sich Peter Daetz im Jahr 1996 an das Regierungspräsidium Chemnitz. Dort stieß er nicht nur auf offene Ohren, sondern fand ganz konkrete Unterstützung für sein Projekt.

Gerade ging in Lichtenstein die erste Sächsische Landesgartenschau zu Ende. Das wunderschöne Schlosspalais würde bald wieder leer stehen. Stadt und Landkreis erkannten das Potential der geplanten Ausstellung und schlossen noch im gleichen Jahr mit der Daetz-Stiftung eine Vereinbarung, welche der Kunstsammlung für mindestens 75 Jahre eine Heimat im Schlosspalais garantiert.

Kinder in der Ausstellung mit Audioguidegeräten
Kinder in der Ausstellung mit Audioguidegeräten

 

Bis zur offiziellen Eröffnung 2001 sammelte das Ehepaar Daetz weiter Schnitzereien aus Bergahorn-, Nuss-, Linden-, Zirbelkiefern-, Teak- und Ebenholz. Darunter sind Exponate von höchster Kunstfertigkeit. Zu den eindrucksvollsten zählen 29 ineinander liegende, frei bewegliche Kugeln. Keine von Ihnen wurde jemals geöffnet. Sie alle sind aus einem einzigen massiven Stück Holz gefertigt. Wie das funktioniert? Bei einem Besuch im Daetz-Centrum können Sie es erfahren.

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Fotos mit freundlicher Erlaubnis des Daetz-Centrum

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