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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Die Sächsische Dampfschiffahrt GmbH & Co. KG

Die Sächsische Dampfschiffahrt GmbH & Co. KG

Sebastian Keßler

Das Jahr 1836 brachte einige sächsische Größen hervor: Friedrich August II wurde zum König gekrönt, Ludwig Schnorr von Carolsfeld, der erste „Tristan", wurde geboren, genauso wie der Physiker August Toepler, nach dem noch heute ein Bau der TU Dresden benannt ist, und der Dresdner Fotograf August Kotzsch. Dieser lichtete in seinem späteren Berufsleben eine weitere Institution Sachsens ab, die 1836 entstanden war. Denn in eben diesem Jahr lichtete erstmals ein Schiff der Dresdner Dampfschiffahrt - bis heute pflegt das Unternehmen die alte Deutsche Rechtschreibung und verzichtet auf das dritte „f" - seine Anker.
Das Privileg zum Betrieb von Dampfschiffen auf der Elbe wurde zunächst für nur fünf Jahre erteilt. Doch die Fahren nach Rathen, Blasewitz und Meißen waren dermaßen beliebt, dass das Unternehmen seine Kapazitäten ständig erweitern musste. Im Jahr 1879 zählte die Flotte bereits 20 Dampfer und bis 1894 kamen weitere acht hinzu. Im Jahr 1901 reisten fast 3,5 Millionen Gäste mit den inzwischen 36 Dampfschiffen elbauf- und abwärts.
Doch es gab auch schwierige Zeiten. Im Januar des Jahres 1917, der erste Weltkrieg tobte in ganz Europa, verhinderte eine geschlossenen Eisdecke von rund 100 Km Länge jeglichen Schiffsverkehr auf der Elbe. Zehn Dampfschiffe müssen verkauft werden.
Die Reise auf der Elbe von Scheußlich nach Bad Schandau führt durch eine der schönsten Flusslandschaften Europas.
Die Reise auf der Elbe von Scheußlich nach Bad Schandau führt durch eine der schönsten Flusslandschaften Europas.
Mit den Goldenen 20er Jahren brach die Ära großer, luxuriöser Salon-Schiffe an. Sie erhielten zuerst den typischen weißen Anstrich, für den die Dresdner Dampfschiffahrt ab 1928 als „Weiße Flotte" bekannt wurde. Die Farbe war kaum getrocknet, als 1942 der zweite Weltkrieg auch die Raddampfer auf der Elbe einholte. Mit Tarnfarben übertüncht dienten sie nun als Lazarett oder wurden zur Evakuierung eingesetzt. Kriegsschäden und Reparationszahlungen reduzierten die Flotte auf nur noch acht einsatzfähige Dampfer.
Alle Raddampfer der Flotte sind technische Denkmäler. Während der Fahrt können die Passagiere die Dampfmaschinen beobachten.
Alle Raddampfer der Flotte sind technische Denkmäler. Während der Fahrt können die Passagiere die Dampfmaschinen beobachten.
Als Volkseigener Betrieb wuchst die „Weiße Flotte", wie sie sich ab 1956 auch offiziell nannte, in den folgenden Jahrzehnten wieder kontinuierlich bis auf 19 Schiffe im Jahr 1980. Nach der Deutschen Wiedervereinigung fand sich in der Conti Reederei ein Investor. Der Sprung in die Marktwirtschaft sollte mit Investitionen in Höhe von 26 Millionen DM gelingen. Erste Gewinne erwirtschaftete die 1992 gegründete Sächsische Dampfschiffahrts GmbH & Co. Conti Elbschiffahrts KG jedoch erst im Jahr 1999.
Für das Blaue Wunder müssen die Dampschiffe ihre Schornsteine abknicken.
Für das Blaue Wunder müssen die Dampschiffe ihre Schornsteine abknicken.
Heute besteht die Flotte aus neun schwimmenden technischen Denkmälern. Das älteste Schiff, der Raddampfer „Stadt Wehlen", wurde 1879 als „Dresden III" in Dienst gestellt. Das jüngste Dampfschiff, der Raddampfer „Leipzig", lief 1929 vom Stapel. Jedes Jahr reisen rund 650.000 Passagiere per Dampfschiff auf der Elbe zwischen Scheußlich bei Meißen und Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz. Sie genießen vom Wasser aus eine der schönsten Flusslandschaften Europas.

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Fotos: Sebastian Keßler.

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