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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Die alte Glocke der Martinskapelle

Die alte Glocke der Martinskapelle

Saint Martin and the Beggar. Gemälde von El Greco.
Saint Martin and the Beggar. Gemälde von El Greco.

Wie in Ebershain sollen die Hussiten auch die Kapelle von Martinsdorf (woraus Merzdorf geworden ist) zerstört haben. Wahrscheinlich hatten die Merzdorfer und Biensdorfer in der Martinskapelle ihren Gottesdienst abgehalten und die Niederlichtenauer, Oberlichtenauer und Ortelsdorfer in der Niederlichtenauer Kapelle. Nach der Zerstörung der beiden Kapellen haben sich die fünf Gemeinden zu einer Parochie (zu einem Amtsbezirk eines Pfarrers) zusamrnengeschlossen. Daraus ist auch die Sage entstanden, dass die alte Glocke der Martinskapelle, die die Inschrift: „Im Jahre des Herrn 1464“ trug, mit in die Lichtenauer Kapelle gekommen sei. Die Gemeinden sind seit 1994 zu einer Gemeinde Lichtenau zusammengeschlossen.

Da der Hussitenkrieg schon 1436 zu Ende und die Martinskapelle zerstört worden war, kann diese Glocke, die 1886 für die neuen Glocken mit eingeschmolzen wurde, nicht aus dieser Kapelle stammen. Näher liegt der Gedanke, dass die Glocke zur Erinnerung an die zerstörte Kapelle dem Heiligen Martin geweiht und in der Niederlichtenauer Kirche aufgehängt wurde.

Quelle

Vogel, Georg: 1 000 Jahre Heimatgeschichte des Kirchspiels Niederlichtenau. Frankenberg 1935

Bildnachweis

Kopfbild: Wolfgang Brekle

Saint Martin and the Beggar: Wikipedia Commons - gemeinfrei




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