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N wie Ninive
Erzählungen

In metaphorisch einprägsamen Stil  werden verschiedene Schicksale erzählt, die ihren Haupthelden alles abverlangen, sie an ihre Grenzen bringen. Bei der Frage nach der Schuld, nach Gerechtigkeit und Gott verstricken sich Zukunft und Vergangenheit. 

"Er hat einen eigenen Ton, ein bisschen mecklenburgisch erdenschwer, aber dann auch wieder sehr poetisch"

Frankfurter Allgemeine 07.10.2014 Nr. 232 S. 10 

Die Entdeckung der Topase des Schneckensteins

Die Entdeckung der Topase des Schneckensteins

Johann August Ernst Köhler

Schneckenstein - Fels
Schneckenstein - Fels

Eine Stunde von Tannenbergsthal über Auerbach im Vogtland liegt im Wald der Topasfelsen Schneckenstein, der diesen Namen von den vielen Schnecken erhalten haben soll, die sich an seinem hie und da feuchten Fuß aufzuhalten pflegten. Es wird erzählt, dass er erst durch einen Tuchmacher aus Auerbach – namens Kraut – seit 1727 allgemein bekannt und seitdem auch fleißig benutzt worden sei. Jener Kraut soll ein eigenartiger, seltsamer Mensch und ein etwas lockerer Mann gewesen sein, der nicht im besten Ruf gestanden habe. Er soll durch Holzbauer oder Kohlenbrenner auf den harten und schimmernden Stein aufmerksam geworden sein und daraufhin heimlich Topase gebrochen haben, die er schleifen ließ und für hohe Preise unter dem Namen von Schneckensteinen oder Königskronen ins Ausland schaffte. Als er merkte, dass man seinem Schleichhandel auf der Spur kam, machte er seine Entdeckung dem Kurfürsten August III. von Sachsen bekannt, der den Felsen dem Grundeigentümer abkaufte und später einer Gewerkschaft überließ.

Bildnachweis

Kopfbild: Topaz z kwarcem - skała Schneckenstein, Saksonia, Niemcy

Urheber

Lech Darski

Bild im Text: Schneckenstein aus Wikimedia, gemeinfrei

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